EP-4427850-B1 - METHOD FOR PRODUCING A SANITARY COMPONENT
Inventors
- DANNER, STEFAN
Dates
- Publication Date
- 20260506
- Application Date
- 20230308
Claims (6)
- A method of manufacturing a sanitary component, wherein the sanitary component is a toilet seat, a toilet lid or a urinal lid, the method comprising the following steps: a) providing a blank (3a-c) of the sanitary component made of a duromer material (duroplast material), the blank (3a-c) provided having been produced on the basis of a condensation resin, b) preheating the blank (3-c) in such a way that at least a surface temperature of the blank is increased, c) spraying the blank (3a-c) of the sanitary component with an electrically charged powder coating (4), the blank (3a-c) of the sanitary component being at a potential opposite to that of the electrically charged powder coating (4) and the powder coating (4) adhering to the blank (3a-c) of the sanitary component, and d) baking the powder coating (4) to form a coating layer forming an outer surface of the sanitary component.
- The method according to claim 1, wherein the blank (3a-c) of the sanitary component provided in step a) has been produced on the basis of the condensation resin, a corresponding condensate split off during curing of the blank being water.
- The method according to claim 1 or 2, wherein the blank (3a-c) is preheated in step b) with an infrared radiator by irradiating the blank with infrared radiation, the infrared radiation preferably being in a wavelength range from 3,000nm to 50,000nm.
- The method according to one of the claims 1 to 3, wherein in step b), only the surface of the blank (3a-c) is heated.
- The method according to claim 4, wherein in step b) the surface of the blank (3a-c) is heated to a temperature between 100°C and 120°C in 40s to 120s.
- The method according to one of the claims 1 to 5, wherein step d) comprises: d1) a preheating step in which the sprayed blank (3a-c) to which the powder coating adheres is heated to a stoving temperature by a preheating device, and d2) a firing step in which the blank (3a-c) preheated in step d1), to which the powder coating adheres, passes through a kiln in which the coating layer forming the outer surface of the sanitary component is formed.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Sanitärkomponente, wobei es sich bei der Sanitärkomponente um einen WC-Sitz, WC-Deckel, oder einen Deckel eines Urinals handelt. Weiterhin betrifft die Erfindung eine durch das Verfahren gewonnene Sanitärkomponente. Sanitärkomponenten, wie beispielsweise WC-Sitze, WC-Deckel oder Urinal-Deckel sind im Stand der Technik allgemein bekannt. Die bekannten Sanitärkomponenten werden gewöhnlich aus Kunststoffen, wie beispielsweise einem Duromer (auch Duroplast genannt), gefertigt und sind oftmals in weißer Farbe gehalten. Farbig gestaltete Sanitärkomponenten werden im Stand der Technik hingegen hergestellt, indem die aus Duroplast gepressten Rohlinge manuell mit einer Sprühpistole lackiert werden. Die hiermit verbundenen Herstellungsschritte sind aufwendig, teuer und außerdem extrem fehleranfällig, weil eine manuelle Lackierung in nicht seltenen Fällen zu Lackierfehlern führt. Alternativ ist es aus dem Stand der Technik bekannt (DE 10 2013 005 990 A1), Kunststoffgegenstände durch eine Pulverbeschichtung farbig zu gestalten. Hierbei wird der an sich nicht elektrisch leitfähige Kunststoffgegenstand mit einer polaren Beschichtung versehen, um eine für das Pulverbeschichten notwendige statische Aufladung der Oberfläche zu erreichen. Die polare Beschichtung muss nach Auftragen auf den Kunststoffgegenstand mehrere Stunden altern, um die gewünschten Eigenschaften zu erreichen. Der Alterungszeitraum beträgt mindestens 12 Stunden, vorzugsweise sogar bis zu 48 Stunden. Aus diesem Grund ist das bekannte Verfahren langsam, lagerungsintensiv und damit teuer. Weitere Stand der Technik Dokumente sind die EP3 695 956 A1, die DE 10 2019 105428 A1, die US 2016/121361 A1, die WO 201 5/054 770 A1 sowie die DE 197 48 927 A1. Vor diesem Hintergrund ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung von aus Duromeren gebildeten Sanitärkomponenten zu schaffen, mit dem Oberflächen der Sanitärkomponenten schnell und einfach in unterschiedlichen Farben gestaltet werden können. Zumindest ist es Aufgabe der Erfindung, ein zum Stand der Technik alternatives Verfahren zu schaffen. Diese Aufgabe(n) wird/werden mit einem Verfahren gemäß Patentanspruch 1 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Patentansprüche. Das erfindungsgemäße Verfahren dient zur Herstellung einer Sanitärkomponente, wobei die Sanitärkomponente ein WC-Sitz, ein WC-Deckel oder ein Urinal-Deckel ist. Das erfindungsgemäße Verfahren beinhaltet hierzu folgende Schritte:a) Bereitstellen eines Rohlings der Sanitärkomponente aus einem Duromermaterial (Duroplastmaterial), wobei der bereitgestellte Rohling (3a-c) auf Basis eines Kondensationsharzes hergestellt wurde,b) Vorwärmen des Rohlings derart, dass sich zumindest eine Temperatur einer Oberfläche des Rohlings erhöht,c) Besprühen des Rohlings der Sanitärkomponente mit einem elektrisch aufgeladenen Pulverlack, wobei der Rohling der Sanitärkomponente auf einem zu dem elektrisch aufgeladenen Pulverlack entgegengesetzten Potential liegt und der Pulverlack auf dem Rohling der Sanitärkomponente haftet, undd) Einbrennen des Pulverlacks zur Bildung einer eine Außenoberfläche der Sanitärkomponente bildenden Beschichtungsschicht. Die herzustellende Sanitärkomponente kann ein WC-Sitz, ein WC-Deckel oder ein Deckel eines Urinals sein. Der WC-Sitz betrifft den Teil einer WC-Sitzgarnitur, der in der Regel an einer WC-Keramik schwenkbar befestigt ist und auf dem eine Person während des Stuhlgangs direkt sitzt. Man bezeichnet den nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten WC-Sitz umgangssprachlich auch als WC-Brille oder Toilettenbrille. Der nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte WC-Deckel betrifft den Teil einer WC-Sitzgarnitur, der ebenfalls an der WC-Keramik - sowohl gegenüber der WC-Keramik als auch einem entsprechenden WC-Sitz - schwenkbar befestigt ist und der so geschwenkt werden kann, dass er auf dem WC-Sitz lagert und die WC Keramik hierdurch verschließt. Der letztendlich nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Deckel des Urinals wird bestimmungsgemäß an einem an einer Wand befestigten Urinal schwenkbar so angebracht, dass ein Benutzer eine Öffnung des Urinals öffnen oder schließen kann. Der Rohling der Sanitärkomponente ist ein nicht fertiges Werkstück, das bereits die äußerliche Gestalt der Sanitärkomponente besitzt, allerdings noch zur Weiterverarbeitung in dem erfindungsgemäßen Verfahren bestimmt ist. Insbesondere besitzt der Rohling noch keine Außenoberfläche mit gewünschten Eigenschaften. Der in Schritt a) bereitgestellt Rohling der Sanitärkomponente ist erfindungsgemäß aus einem Duromermaterial (Duroplastmaterial) gebildet. Der entsprechende Formungsschritt des Rohlings, der auch Teil des Schritts a) des erfindungsgemäßen Verfahrens sein kann, erfolgt dadurch, dass ein Kondensationsharz, in eine die Form des Rohlings definierende Form gegossen wird und anschließend unter Druck und/oder T