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EP-4475921-B1 - INSUFFLATION APPARATUS WITH NOVEL PRESSURE MEASUREMENT

EP4475921B1EP 4475921 B1EP4475921 B1EP 4475921B1EP-4475921-B1

Inventors

  • STIER, Henrik
  • Carstens, Jan Hendrik

Dates

Publication Date
20260506
Application Date
20230208

Claims (3)

  1. Insufflator for minimally invasive surgery, comprising a) gas connection for a gas cylinder or domestic gas (1) b) first pressure and flow control unit (2) equipped with a proportional valve, c) supply line (3) with a cross-section of 5.5 to 15 mm, designed for a gas flow of 0-50 L/min at 2-3 bar, with a first controllable valve (4), first gas pressure sensor (5), first gas flow sensor (6), and connection to a first trocar (7) in a cavity (8), characterized in that the insufflator further comprises d) a sensor line (9) with a cross-section of 2 to 5 mm with an optional throttle (10), designed for a gas flow of less than 1 L/min at 2-3 bar, with a second controllable valve (11) and a second gas pressure sensor (12), and connection to a second trocar (13) in the cavity (8), e) a computing unit (14) for controlling the insufflation and evaluating the measurement data from the first gas pressure sensor (5) and the second gas pressure sensor (12), wherein the sensor line (9) is connected to the first pressure and flow control unit (2) and wherein the second controllable valve (11) enables a pulsatile gas flow into the cavity (8) controlled by the computation unit (14).
  2. Insufflator for minimally invasive surgery according to claim 1, further comprising a check valve (15) which opens at a low back pressure of 8 to 12 mmHg from the cavity, and which is positioned in the sensor line between the second trocar (13) and the second gas pressure sensor (12).
  3. Insufflator for minimally invasive surgery according to claim 1, wherein the computing unit (14) is designed to correct the pressure losses of the supply line (3) with the first trocar (7) and the sensor line (9) with the second trocar (13) and to compare the corrected measured values of the first pressure sensor (5) and the second pressure sensor (6).

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Insufflator mit einer neuartigen Druckmessvorrichtung. Durch die neue Vorrichtung ist es möglich, den Druck in der Körperhöhle sicher zu messen und gleichzeitig sicherzustellen, dass die Gaszuführleitungen frei sind. Hintergrund und Stand der Technik Insufflatoren sind in mannigfaltiger Ausführung aus dem Stand der Technik bekannt. Insufflatoren weisen üblicherweise einen Schlauch auf, durch den ein medizinisches Gas in eine Körperhöhle (z. B. ein Abdomen) eingeleitet wird. Das Gas erzeugt einen Überdruck, welches die Körperhöhle aufdehnt, damit ausreichend Platz für die visuelle Inspektion bzw. den therapeutischen Eingriff besteht. Optionale Ausführungsformen ermöglichen das Absaugen des Gases aus dem Bauchraum über einen zweiten Schlauch. Derartige Ausführungsformen werden insbesondere bei therapeutischen Eingriffen mittels Elektrochirurgie oder Laser genutzt, um gesundheitsschädliche Rauchgase abzuführen und zu filtern. In der Praxis hat es sich als schwierig herausgestellt, den Druck in der Körperhöhle präzise zu bestimmen. Auch für die Druckbestimmung in der Körperhöhle sind verschiedene Ausgestaltungen von Messvorrichtungen bekannt. Die Möglichkeit, den Druck durch einen Drucksensor in der Körperhöhle selbst zu messen, hat den Nachteil, dass neben den notwendigen medizinischen Instrumenten auch der Drucksensor in der Körperhöhle positioniert sein muss. Dies bedeutet einerseits ein zusätzliches Element in der Körperhöhle, mit dazugehörigen Anschlüssen, welches Platz wegnimmt und gleichzeitig eine Infektionsgefahr darstellt, andererseits werden hierdurch höhere Kosten für den Drucksensor erzeugt, weil dieser entweder aufwändig gereinigt und sterilisiert werden oder als Einwegartikel ausgelegt sein muss. Etabliert haben sich daher Ausführungsformen, bei denen der Drucksensor sich nicht in der Körperhöhle selbst befindet, sondern in einem der Schläuche, mehr oder weniger beabstandet zur Körperhöhle. Der prinzipbedingte Nachteil dieser Sensoranordnung ist, dass es einen Druckunterschied zwischen der Körperhöhle und der Messposition (z. B. im Schlauch) gibt, bedingt durch den Schlauch, den Trokar und möglicherweise weitere Vorrichtungen. Die Bestimmung dieses Druckverlustes ist nicht einfach und Gegenstand vieler Untersuchungen. Je weiter weg der Drucksensor von der Körperhöhle liegt, desto größer sind die Abweichungen des gemessenen Drucks vom Druck in der Körperhöhle. Je näher der Drucksensor an die Gaszuführeinrichtung (z. B. ventilgesteuerte Pumpe) oder einer Absaugpumpe kommt, desto größer sind die Abweichungen bedingt durch die Aktivität der Pumpen (z.B. Druckpulse) bzw. der Ventile. Die Effekte werden darüber hinaus überlagert von Fehlern, die dadurch entstehen, dass die Schläuche verschlossen sind und keinen Fluidfluss zur oder von der Körperhöhle erlauben. Eine solche Blockade kann durch einen abgeknickten Schlauch gegeben sein oder dadurch, dass die patientenseitige Öffnung durch Körpergewebe verschlossen ist. In einem solchen Fall des Schlauchverschlusses misst der Drucksensor lediglich den Druck im Schlauch, nicht den Druck in der Körperhöhle, was zu erheblichen Sicherheitsbedenken führt. Aus der DE 202004 021703 U1 bekannt ist ferner eine Vorrichtung zur Abgabe von Substanzen (z.B. Chemotherapeutika) in eine insufflierte Körperhöhle, die allerdings keine Vermeidung der eingangs angesprochenen Messfehler, insbesondere keine Feststellung einer Schlauchokklusion, erlaubt. US 5,908,402A beschreibt ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Erkennung von Rohrverstopfungen in einem elektrochirurgischen Argon-System. Um die oben genannten Nachteile bisheriger Druckmesssysteme zu überwinden, hat sich die Aufgabe gestellt, einen Insufflator zur Verfügung zu stellen, der eine präzise Druckmessung gewährleistet und eine gegebenenfalls auftretende Schlauchokklusion zuverlässig erkennt. Die vorliegende Erfindung betrifft daher einen Insufflator für die minimalinvasive Chirurgie, enthaltend a) Gasanschluss für eine Gasflasche oder Hausgas (1)b) erste Druck- und Durchflussregeleinheit (2) ausgestattet mit Proportionalventil,c) Zuführleitung (3) mit einem Querschnitt von 5,5 bis 15 mm, ausgelegt für einen Gasfluss von 0-50 L/min bei 2-3 bar, mit erstem steuerbarem Ventil (4), erstem Gasdrucksensor (5), erstem Gasflusssensor (6) und Anschluss an einen ersten Trokar (7) in eine Kavität (8),d) Sensorleitung (9) mit einem Querschnitt von 2 bis 5 mm mit einer optionalen Drossel (10), ausgelegt für einen Gasfluss von weniger als 1 L/min bei 2-3 bar, mit einem zweiten steuerbaren Ventil (11) und einem zweiten Gasdrucksensor (12) und Anschluss an einen zweiten Trokar (13) in die Kavität (8),e) Recheneinheit (14) zur Steuerung der Insufflation und Auswertung der Messdaten von erstem Gasdrucksensor (5) und zweitem Gasdrucksensor (12), wobei die Sensorleitung (9) an die erste Druck- und Durchflussregeleinheit (2) angeschlossen ist und wobei das zweite steuerbare Ventil (11) einen durc