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EP-4482322-B1 - USE OF AN ANIMAL FEED, DRINKING WATER OR FEED ADDITIVE COMPRISING CANADINE AND/OR A CANADINE DERIVATIVE AS WELL AS BERBERRUBINE

EP4482322B1EP 4482322 B1EP4482322 B1EP 4482322B1EP-4482322-B1

Inventors

  • ROTH, HERMANN

Dates

Publication Date
20260506
Application Date
20230310

Claims (8)

  1. Use of an animal feed, drinking water or animal feed additive - for increasing the muscle-to-fat ratio in the meat of slaughtered animals; or - for preventive or acute treatment of oxidative stress in the tissue of animals for improving the quality of the meat of slaughtered animals; or - for increasing the shelf life of the meat of slaughtered animals; or - for reducing the fat content in the animal body of slaughtered animals, wherein the animal feed, drinking water, or animal feed additive contains canadine and/or a canadine derivative, wherein the canadine derivative is at least monomethylated canadine, in particular N-methyl-canadine, wherein the animal feed, animal feed additive, or drinking water also comprises berberrubine, wherein the animal feed or drinking water is an animal feed or drinking water with a concentration of at least 0.16 µg canadine and/or canadine derivative per kg animal feed or drinking water; or wherein the animal feed additive is an animal feed additive which, when admixed as intended to an animal feed or drinking water, yields an animal feed or drinking water with a concentration of at least 0.16 µg canadine and/or canadine derivative per kg animal feed or drinking water; and - wherein the animal feed or drinking water is an animal feed or drinking water with at least 1 µg berberrubine per kg animal feed or drinking water; or wherein the animal feed additive is an animal feed additive which, when admixed as intended to an animal feed or drinking water, yields an animal feed or drinking water with at least 1 µg berberrubine per kg animal feed or drinking water.
  2. Use of the animal feed, drinking water or animal feed additive according to claim 1, - wherein the animal feed or drinking water is an animal feed or drinking water with a concentration of at least 1.6 µg canadine and/or canadine derivative per kg animal feed or drinking water; or - wherein the animal feed additive is an animal feed additive which, when admixed as intended to an animal feed or drinking water, yields an animal feed or drinking water with a concentration of at least 1.6 µg canadine and/or canadine derivative per kg animal feed or drinking water.
  3. The use of the animal feed, drinking water or animal feed additive according to any one of the preceding claims, - wherein the animal feed or drinking water is an animal feed or drinking water with at least 10 µg berberrubine per kg animal feed or drinking water; or - wherein the animal feed additive is an animal feed additive which, when admixed as intended to an animal feed or drinking water, yields an animal feed or drinking water with at least 10 µg berberrubine per kg animal feed or drinking water.
  4. The use of the animal feed or drinking water according to any one of the preceding claims, wherein it comprises a combination of at least 1 µg, in particular at least 5 µg canadine and at least 1 µg, in particular at least 10 µg berberrubine/kg feed or drinking water, or use of the animal feed additive according to any one of the preceding claims, wherein it, when metered as intended, yields an animal feed or drinking water with said amount of canadine and berberrubine.
  5. Use of the animal feed or drinking water according to any one of the preceding claims for administration to livestock animals, domestic animals or hobby animals, in particular poultry, pigs, cattle, sheep, goats, horses, rabbits.
  6. Use of the animal feed or drinking water according to any one of the preceding claims, - wherein canadine is synthetic or biotechnologically produced canadine; and/or - wherein canadine derivative is a synthetic or biotechnologically produced canadine derivative; and/or - wherein canadine is present as a constituent of plant material in the animal feed, drinking water or animal feed additive; and/or - wherein the canadine derivative is present as a constituent of plant material in the animal feed, drinking water or animal feed additive.
  7. The use of the animal feed or drinking water according to any one of the preceding claims, wherein the canadine and/or the canadine derivative is present as a physiologically acceptable salt, in particular as chloride or sulfate.
  8. The use of the animal feed additive according to any one of the preceding claims, wherein the use of the animal feed additive comprises an admixture to an animal feed or drinking water in such an amount that an animal feed or drinking water is produced with a concentration of at least 0.16 µg canadine and/or canadine derivative per kg animal feed or drinking water, in particular at least 1.6 µg canadine and/or canadine derivative per kg animal feed or drinking water.

Description

Technisches Gebiet Die Erfindung bezieht sich auf die Verwendung eines Tierfutterzusatzes zur Optimierung des Fleisch-zu-Fett-Anteils in Nutztieren. Stand der Technik Lebensmittel tierischer Herkunft stellen einen wichtigen Bestandteil der menschlichen Ernährung dar. In den letzten 20 Jahren ist insbesondere Fleisch mit einem hohen Muskel-zu-Fett Verhältnis verstärkt nachgefragt worden, da dieses Fleisch als besonders gesund gilt. Es enthält weniger Fette, insbesondere das als gesundheitlich bedenklich geltende Cholesterin, dafür aber einen höheren Anteil an Eiweiß. Am deutlichsten ist der Rückgang des Fettgehaltes bei Schweinefleisch. Enthielten 100 Gramm Schweinefilet 1991 noch knapp 9 Gramm Fett, sind es heute gerade noch 2 Gramm. Ein hoher Anteil an Muskelfleisch und ein geringer Fettgehalt werden als Basis für verschiedene Qualitätsmaße von Fleisch verwendet. Beispielsweise müssen sogenannte "Metzgerschweine" einen Muskelfleischanteil von mindestens 60% und ein Speckmaß von maximal 12 bis 14 mm aufweisen. Maximal 16 bis 20 mm Speck sind je nach Fleischmaß erlaubt, um noch in die Handelsklasse E (55 % und mehr) zu gelangen, während 22 bis 26 mm Speck je nach Fleischmaß die Grenze von der Handelsklasse U (50 bis 55%) zur Klasse R (45 bis 50%) darstellen. Das Speckmaß hat dabei einen sehr hohen Einfluss auf die Klassifizierung des Fleisches in die verschiedenen Handels- bzw. Qualtätsklassen, denn das Speckmaß wird in der derzeit gültigen Formel 4,5-mal so stark gewichtet wie das Fleischmaß. Wenn das Speckmaß um 2 mm zunimmt, muss also das Fleischmaß um 9 mm steigen, um eine Verschlechterung bei der Fleischklassifizierung zu vermeiden. Die bisher verwendeten Methoden zur Erlangung eines optimalen, also hohen, Fleisch-zu-Fett-Verhältnisses, sind jedoch mit verschiedenen Nachteilen verbunden. Oft bewirken sie einen erheblichen Verlust an verwertbarem tierischen Material und/oder gesteigerte Produktionskosten. So ist es beispielsweise möglich, die Fleischzuschnitte so zu gestalten, dass von vornehrein das angrenzende Fett weggeschnitten wird. Das weggeschnittene Fett hat jedoch einen deutlich geringeren Marktwert, sodass die Kosten für das zu seinem Aufbau eingesetzte Futter als verloren oder zumindest subobtimal eingesetzt anzusehen sind. Fett, welches sich innerhalb des Muskelgewebes befindet, lässt sich auf diese Weise gar nicht entfernen. Eine weitere Möglichkeit der Erzeugung von Fleisch mit dem gewünschten hohen Flesich-zu-Fett Verhältnis besteht darin, Zuchtrassen mit einem dahingehend optimierten Fleisch zu verwenden. Dies kann aber mit verschiedenen Nachteilen verbunden sein: bestehende Ställe oder Haltungskonzepte können für die besagten Zuchtrassen ungeeignet sein, die besagten Rassen können teuer oder krankheitsanfällig und/oder für das vorherrschende Klima nicht geeignet sein. Eine Anpassung der Haltungsvorrichtungen die Bedürfnisse dieser speziellen Rassen kann mit erheblichen Kosten verbunden sein, und sie verringert die Flexibilität des Landwirts, kurzfristig geänderte Kundenwünsche bedienen zu können. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, sehr junge Tiere, die noch kaum Fett angesetzt haben, zu schlachten. Dies kann jedoch dazu führen, dass die Tiere vor dem Alter geschlachtet werden, an welchem das optimale Wachstum (gemessen an der pro Futtermenge erzeugten Fleischmenge) erreicht ist. Die Produktionseffizienz sinkt, die Kosten steigen. Die Bereitstellung von zusätzlichem Auslauf kann den Muskelfleischanteil erhöhen, doch auch die Produktionskosten steigen dadurch erheblich. Ein weiterer Ansatz besteht darin, die Fütterung so anzupassen, dass dadurch ein im Rahmen des genetisch bei der jeweils verwendeten Rasse Möglichen ein hohes Fleisch-zu-Fett-Verhältnis und/oder ein möglichst geringer Fettanteil erzielt wird. Beispielsweise werden Futtermittel verwendet, die einen besonders hohen Anteil an Eiweiß und Aminosäuren, insbesonere Lysin, aufweisen. Zudem kann während der Endmast der Energiegehalt des Futters reduziert werden, um eine Verfettung der Tiere zu verhindern. Allerdings sind auch diesem Ansatz Grenzen gesetzt, z.B. durch den Preis der Futterkomponenten bzw. Zusatzstoffe und durch die physiologischen Bedürfnisse der jeweiligen Tierart an das Futter. Die deutsche Patentanmeldung DE 10 2015 214641 A1 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung einer Zusammensetzung, wobei das Verfahren umfasst: Bereitstellung eines Isochinolinalkaloids; Ermittlung einer Menge des zumindest einen Isochinolinalkaloids,die verdünnt in einer bestimmten Menge Wasser eine physiologisch wirksame wässrige Lösung des Isochinolinalkaloids ergibt; Bereitstellung einer Säure; Ermittlung einer Menge der Säure, die bei Auflösung in der bestimmten Menge Wasser den pH Wert dieser bestimmten Menge Wasser unter 6.8 bringt; Bereitstellung der Zusammensetzung, wobei die Zusammensetzung das zumindest eine Isochinolinalkaloid und die Säure enthält, wobei das Gewichtsverhaltnis des zumindest einen Isochinolinalkaloids zu der S