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EP-4543367-B1 - IMPLANT AND ASSEMBLY HAVING A RADIATION SOURCE AND AN IMPLANT

EP4543367B1EP 4543367 B1EP4543367 B1EP 4543367B1EP-4543367-B1

Inventors

  • BAUER, BENEDICT
  • GRIES, THOMAS GERHARD
  • Slabu, Ioana
  • SCHMITZ-RODE, THOMAS

Dates

Publication Date
20260506
Application Date
20230614

Claims (15)

  1. Implant (12) for implanting in a body, in particular in a hollow organ or a vessel of a body, wherein the implant (12) is constructed from a filament (10) containing at least one polymer matrix material (14, 16) in which a magnetically heatable filler (18) is arranged, wherein the filament (10) has a cross section with a core-sheath structure (20), characterized in that the core (22) comprises a first, in particular polymer, matrix material (14) having a first melting point and in that the sheath (24) comprises a second, polymer matrix material (16) having a second melting point, wherein the magnetically heatable filler (18) is present at least in the second matrix material (16), wherein the second melting point is lower than the first melting point, wherein the second melting point is in a range from ≥ 45°C in particular to ≤ 100°C.
  2. Implant (12) according to claim 1, characterized in that the second melting point is in a range from ≥ 45°C to ≤ 65°C.
  3. Implant (12) according to claim 1 or 2, characterized in that the second melting point is in a range from > 65°C to ≤ 100°C.
  4. Implant (12) according to any of claims 1 to 3, characterized in that a melting point difference between the first melting point and the second melting point is in a range of ≥ 5°C, for example ≥ 20°C.
  5. Implant (12) according to any of claims 1 to 4, characterized in that the first matrix material (14) and the second matrix material (16) are biodegradable.
  6. Implant (12) according to any of claims 1 to 5, characterized in that the first matrix material (14) is selected from the group consisting of polylactides, polylactide-co-glycolides, polyglycolides, poly-4-hydroxybutyrates, polydioxanone.
  7. Implant (12) according to any of claims 1 to 6, characterized in that the second matrix material (16) is selected from the group consisting of polycaprolactone and a copolymer of polyglycolic acid and ε-caprolactone.
  8. Implant (12) according to any of claims 1 to 7, characterized in that an active ingredient is present in the second matrix material (16).
  9. Implant (12) according to any of claims 1 to 8, characterized in that the core (22) is free from the filler (18).
  10. Implant (12) according to any of claims 1 to 9, characterized in that the core-sheath structure (20) is created by a coextrusion process.
  11. Implant (12) according to any of claims 1 to 10, characterized in that the magnetically heatable filler (18) comprises a ferromagnetic or ferrimagnetic, in particular superparamagnetic, filler.
  12. Implant (12) according to any of claims 1 to 11, characterized in that the filament (10) has a braided structure.
  13. Arrangement (28) of a radiation source (26) for emitting electromagnetic radiation and an implant (12), wherein the implant (12) contains a magnetically heatable filler (18), characterized in that the implant (12) is configured according to any of claims 1 to 12.
  14. Arrangement (28) according to claim 13, characterized in that the implant (12) and the radiation source (26) are matched to one another in such a way that the implant (12) is heatable, at least in the sheath (24), to a temperature in a range from ≥ 45°C in particular to ≤ 100°C by electromagnetic radiation emitted by the radiation source (26).
  15. Arrangement (28) according to claim 13 or 14, characterized in that the radiation source (26) is set up to emit radiation at a frequency in a range from 10 kHz to 1 MHz in a field amplitude range of 1 kA/m to 100 kA/m.

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Implantat, wie insbesondere einen Stent. Die vorliegende Erfindung betrifft insbesondere ein Implantat, welches bevorzugt in ein Hohlorgan oder ein Gefäß eines Körpers einführbar ist und welches besonders bevorzugte Eigenschaften aufweist. Die vorliegende Erfindung betrifft ferner eine Anordnung aufweisend ein derartiges Implantat und eine Strahlungsquelle zum Emittieren von elektromagnetischer Strahlung. Biodegradierbare Polymerstents sind seit Langem Gegenstand der Forschung, da sie gegenüber konventionellen metallischen Stents, etwa aus Nitinol, nur temporär im Körper verbleiben. Denn in den meisten Anwendungen wird der Stent nur für kurze Zeit benötigt. Der dauerhafte Verbleib ist mit Nachteilen verbunden, wie der Gefahr der In-Stent-Restenose, neointimaler Hyperplasie und unvollständiger Heilung. Metallische Stents sind sehr schwer wieder zu entfernen und stellen im Falle der Restenose ein Problem dar. Biodegradierbare Polymerstents bieten großes Potenzial, sind jedoch bislang in ihrer Anwendung durch materialbedingte, geringe Radialkraft limitiert. EP 3 277 375 B1 beschreibt, dass Eisen/Platin (Fe/Pt)-Partikel in einem Polymer dispergiert und in oder auf medizinische Geräte aufgebracht oder direkt mit diesen verbunden und magnetisiert werden können. Die magnetisierten Vorrichtungen werden verwendet, um magnetisch markierte Zellen anzuziehen, einzufangen und/oder auf der Oberfläche der Vorrichtung in vivo zu halten. Die magnetischen Vorrichtungen sind besonders nützlich, um Zellen, die den Belastungen und Kräften des biologischen Flüssigkeitsstroms ausgesetzt sind, einzufangen und festzuhalten, z. B. auf Stents, die nach einer Angioplastie implantiert werden, um eine patentierte Endotheloberfläche zu bilden, die das Auftreten einer Restenose verhindert. Sie können auch verwendet werden, um die Gewebsintegration an der Implantationsstelle einer Prothese, z. B. einer Hüft- oder Knieprothese mit Metalloberfläche, zu verbessern oder die Knochenerosion um eine Knochenschraube, einen Stift oder eine Platte aus Metall zu verringern. Die Vorrichtungen können aus einem Metall, einem Polymer oder einer Kombination davon hergestellt sein. EP 2 249 804 B1 beschreibt Nanopartikel-enthaltende implantierbare und biologisch abbaubare Medizinprodukte und deren Verwendung zur thermotherapeutischen Nachbehandlung nach chirurgischer Entfernung von Tumoren und Krebsgeschwüren. Ein derartiges Medizinprodukt liegt insbesondere als Gewebe, Schwamm oder Film vor, um flexibel oder verformbar zu sein, wobei magnetische Partikel in dem Medizinprodukt enthalten sind, welche angeregt durch ein magnetisches Wechselfeld Wärme erzeugen und dadurch das Medizinprodukt erwärmen können. US 2008/0071353 A1 beschreibt Stents, welche magnetisch induzierbare Nanopartikel enthalten, wobei die Partikel eine metallische Beschichtung aufweisen. Ferner sei in diesem Zusammenhang auf das Dokument CN102371006 B verwiesen. Derartige aus dem Stand der Technik bekannte Lösungen können noch Verbesserungspotential aufweisen, insbesondere hinsichtlich einer verbesserten Anwendbarkeit. Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Maßnahme zu schaffen, durch welche wenigstens ein Nachteil des Stands der Technik zumindest teilweise überwunden wird. Es ist insbesondere eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Maßnahme zu schaffen, mittels der die Anwendbarkeit eines Implantats, insbesondere eines Stents, verbessert werden kann. Die Lösung der Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch ein Implantat mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Die Lösung der Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß ferner durch eine Anordnung mit den Merkmalen des Anspruchs 13. Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen, in der Beschreibung, und in den Figuren offenbart, wobei weitere in den Unteransprüchen oder in der Beschreibung oder den Figuren beschriebene oder gezeigte Merkmale einzeln oder in einer beliebigen Kombination einen Gegenstand der Erfindung darstellen können, wenn sich aus dem Kontext nicht eindeutig das Gegenteil ergibt. Die vorliegende Erfindung betrifft ein Implantat zum Implantieren in einen Körper, insbesondere in ein Hohlorgan oder ein Gefäß eines Körpers, wobei das Implantat aus einem Filament aufgebaut ist, das wenigstens ein polymeres Matrixmaterial aufweist, in dem ein magnetisch heizbarer Füllstoff angeordnet ist, wobei das Filament einen Querschnitt mit einer Kern-Mantel-Struktur aufweist, wobei der Kern ein erstes, insbesondere polymeres, Matrixmaterial mit einem ersten Schmelzpunkt aufweist und wobei der Mantel ein zweites, polymeres Matrixmaterial mit einem zweiten Schmelzpunkt aufweist, wobei der magnetisch heizbare Füllstoff zumindest in dem zweiten Matrixmaterial vorliegt, wobei der zweite Schmelzpunkt niedriger ist, als der erste Schmelzpunkt, wobei der zweite Schmelzpunkt in einem Bereich liegt von ≥ 45 °C insbesondere bis ≤ 100 °C. Ein derartiges Implantat weist gegenüber Lösungen