EP-4736617-A1 - AGRICULTURAL SOWING MACHINE
Abstract
Die Erfindung betrifft eine landwirtschaftliche Sämaschine mit einer Reihenanordnung von Ausbringvorrichtungen, welche jeweils Folgendes aufweisen: eine Furchenbildungseinrichtung zum Ausbilden einer Furche mit einer Eindringtiefe in den Erdboden; ein hydraulisches Stellelement (10.1, ..., 10.n) mit einer ersten und zweiten Stellung zum Einstellen einer ersten und zweiten Eindringtiefe über eine zugeordnete Ventileinrichtung (15.1, ..., 15.n). Die Sämaschine umfasst ferner eine Steuereinrichtung (16), die mit einem zentralen hydraulischen Steuerventil (12) und der jeweiligen Ventileinrichtung funktional verbunden ist. Die Ventileinrichtung ist eingerichtet, die Fluidverbindung über eine jeweilige Hydraulikleitung (11.1, ..., 11.n) betriebsabhängig zu öffnen und zu schließen. Die Steuereinrichtung ist eingerichtet, die jeweilige Ventileinrichtung zum Verlagern des hydraulischen Stellelements in die erste oder zweite Stellung zu öffnen, wenn mittels der Steuereinrichtung für das zentrale Steuerventil für die mehreren Hydraulikleitungen gemeinsam der Abfluss oder Zufluss des Hydraulikfluids freigegeben ist und im Übrigen zu schließen.
Inventors
- SCHUMACHER, FERDINAND
- Neumann, Björn
- Kottenstedde, Gregor
Assignees
- Kverneland Group Soest GmbH
Dates
- Publication Date
- 20260506
- Application Date
- 20241030
Claims (14)
- Landwirtschaftliche Sämaschine (1), mit: - einer quer zu einer Arbeitsrichtung ausgebildeten Reihenanordnung (3) von Ausbringvorrichtungen (4), welche jeweils Folgendes aufweisen: - eine Furchenbildungseinrichtung, bei dem ein Bodenbearbeitungswerkzeug eingerichtet ist, im Betrieb zum Ausbilden einer Furche mit einer Eindringtiefe in den Erdboden einzudringen; - ein hydraulisches Stellelement (10.1, ..., 10.n), welches der Furchenbildungseinrichtung zugeordnet und zum Einstellen einer ersten Eindringtiefe für das Bodenbearbeitungswerkzeug in eine erste Stellung und zum Einstellen einer zweiten Eindringtiefe für das Bodenbearbeitungswerkzeug, die von der ersten Eindringtiefe verschieden ist, in eine zweite Stellung verlagerbar ist, welche von der ersten Stellung verschieden ist; und - eine Ventileinrichtung (15.1, ..., 15.n), die dem hydraulischen Stellelement (10.1, ..., 10.n) zugeordnet ist; - einem zentralen hydraulischen Steuerventil (12) und Hydraulikleitungen (11.1, ..., 11.n), wobei - für das hydraulische Stellelement (10.1, ..., 10.n) der Ausbringvorrichtungen (4) jeweils über eine der Hydraulikleitungen (11.1, ..., 11.n) eine Fluidverbindung zu dem zentralen hydraulischen Steuerventil (12) ausgebildet ist und - das zentrale hydraulische Steuerventil (12) eingerichtet ist, für mehrere der Hydraulikleitungen (11.1, ..., 11.n) gemeinsam einen Zufluss eines Hydraulikfluids aus einem Reservoir sowie einen Abfluss des Hydraulikfluids in das Reservoir betriebsabhängig freizugeben; - einer Steuereinrichtung (16), die mit dem zentralen hydraulischen Steuerventil (12) und der jeweiligen Ventileinrichtung (15.1, ..., 15.n) der Ausbringvorrichtungen funktional verbunden ist; wobei - die Ventileinrichtung (15.1, ..., 15.n) der Hydraulikleitung des jeweiligen hydraulischen Stellelements (10.1, ..., 10.n) zugeordnet und eingerichtet ist, die Fluidverbindung über die jeweilige Hydraulikleitung betriebsabhängig zu öffnen und zu schließen; und - die Steuereinrichtung (16) eingerichtet ist, beim gemeinsamen Zufluss oder Abfluss des Hydraulikfluids für wenigstens einen Teil der mehreren Hydraulikleitungen (11.1, ..., 11.n) die jeweilige Ventileinrichtung (15.1, ..., 15.n) - zum Verlagern des hydraulischen Stellelements (10.1, ..., 10.n) in die erste Stellung zu öffnen, wenn mittels der Steuereinrichtung (16) für das zentrale Steuerventil (12) für die mehreren Hydraulikleitungen (11.1, ..., 11.n) gemeinsam der Abfluss des Hydraulikfluids in das Reservoir freigegeben ist, - zum Verlagern des hydraulischen Stellelements (10.1, ..., 10.n) in die zweite Stellung zu öffnen, wenn mittels der Steuereinrichtung (16) für das zentrale hydraulische Steuerventil (12) für die mehreren Hydraulikleitungen (11.1, ..., 11.n) gemeinsam der Zufluss des Hydraulikfluids aus dem Reservoir freigegeben ist, und - im Übrigen zu schließen.
- Landwirtschaftliche Sämaschine (1) nach Anspruch 1, dadurch ge k e n n z e i c h n e t, dass die Steuereinrichtung (5) weiterhin eingerichtet ist, die Ventileinrichtung (15.1, ..., 15.n) in wenigstens einer ersten der mehreren Hydraulikleitungen (11.1, ..., 11.n) beim gemeinsamen Zufluss des Hydraulikfluids zu schließen.
- Landwirtschaftliche Sämaschine (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn-z e i c h n e t, dass die Steuereinrichtung (16) weiterhin eingerichtet ist, die Ventileinrichtung (15.1, ..., 15.n) in wenigstens einer zweiten der mehreren Hydraulikleitungen (11.1, ..., 11.n) beim gemeinsamen Abfluss des Hydraulikfluids die Ventileinrichtung (15.1, ..., 15.n) zu schließen.
- Landwirtschaftliche Sämaschine (1) nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausbringvorrichtungen (4) jeweils eine dem hydraulischen Stellelement (10.1, ..., 10.n) zugeordnete Messeinrichtung aufweisen, die mit der Steuereinrichtung (16) funktional verbunden und eingerichtet ist, einen Messparameter zu erfassen, welcher unterschiedliche Stellungen des hydraulischen Stellelements (10.1, ..., 10.n) beim Einstellen der Eindringtiefe für die Furchenbildungseinrichtung anzeigt.
- Landwirtschaftliche Sämaschine (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (16) weiterhin eingerichtet ist, die jeweilige Ventileinrichtung (15.1, ..., 15.n) in Abhängigkeit von dem mittels der Messeinrichtung für das zugeordnete hydraulische Stellelement (10.1, ..., 10.n) erfassten Messparameter zu öffnen und zu schließen.
- Landwirtschaftliche Sämaschine (1) nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das hydraulische Stellelement (10.1, ..., 10.n) in der ersten Stellung eine erste Längenausdehnung und der zweiten Stellung eine zweite Längenausdehnung aufweist, die von der ersten Längsausdehnung verschiedene ist.
- Landwirtschaftliche Sämaschine (1) nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das hydraulische Stellelement (10.1, ..., 10.n) eingerichtet ist, beim Verlagern aus der zweiten in die erste Stellung den Abfluss des Hydraulikfluids über die Ventileinrichtung (15.1, ..., 15.n) in der Hydraulikleitung (11.1, ..., 11.n) aufgrund einer Rückstellkraft zu bewirken, welche beim Kontakt der Furchenbildungseinrichtung mit dem Erdboden auf die Furchenbildungseinrichtung ausgeübt wird.
- Landwirtschaftliche Sämaschine (1) nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass - bei der Furchenbildungseinrichtung das Bodenbearbeitungswerkzeug mit einer Schneideinrichtung (22) gebildet ist; - Furchenbildungseinrichtung eine der Schneideinrichtung (22) zugeordnete Tiefeneinstelleinrichtung (23) aufweist, die eingerichtet ist, mittels Verlagern in eine erste und eine zweite Stellung für die Schneideinrichtung (22) eine erste und eine zweite Eindringtiefe zum Ausbilden der Furche einzustellen; und - das hydraulische Stellelement (10.1, ..., 10.n) mit der Tiefeneinstelleinrichtung (23) verbunden und eingerichtet ist, die Tiefeneinstelleinrichtung (23) in die erste und die zweite Stellung zu verlagern.
- Landwirtschaftliche Sämaschine (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneideinrichtung (22) mindestens eine Schneidscheibe aufweist, für die mittels der Tiefeneinstelleinrichtung (23) die erste und die zweite Eindringtiefe zum Ausbilden der Furche einstellbar sind.
- Landwirtschaftliche Sämaschine (1) nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekenn - z e ich n e t, dass die Tiefeneinstelleinrichtung (23) mindestens ein Tiefeneinstellrad (24) aufweist, welches im Betrieb zum Ausbilden der Furche auf dem Erdboden rollt.
- Landwirtschaftliche Sämaschine (1) nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (16) mit einer Sensoreinrichtung funktional verbunden ist, die eingerichtet ist, ein Betriebsparameter für das Ausbringen des Saatguts und / oder des Düngermaterials zu erfassen, wobei die Steuereinrichtung (16) eingerichtet ist, von der Sensoreinrichtung Sensorsignale zu empfangen, die den Betriebsparameter anzeigen, und zum Einstellen der Eindringtiefe für die Furchenbildungseinrichtung das zentrale hydraulische Steuerventil (3) und / oder die Ventileinrichtung (15.1, ..., 15.n) zu steuern.
- Landwirtschaftliche Sämaschine (1) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnnet, dass die Sensoreinrichtung eingerichtet ist, mindestens einen Betriebsparameter aus der folgenden Gruppe zu erfassen: Bodenfeuchtigkeit, Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit, Niederschlag (Regensensor), Fahrgeschwindigkeit und geografische Position.
- Landwirtschaftliche Sämaschine (1) nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausbringvorrichtungen weiterhin jeweils Folgendes aufweisen: - eine weitere Furchenbildungseinrichtung, die eingerichtet ist, im Betrieb zum Ausbilden einer Furche in den Erdboden mit einer Eindringtiefe einzudringen; - ein weiteres hydraulisches Stellelement (10.1, ..., 10.n), welches der weiteren Furchenbildungseinrichtung zugeordnet ist und zum Einstellen einer ersten Eindringtiefe in eine erste Stellung und zum Einstellen einer zweiten Eindringtiefe, die von der ersten Eindringtiefe verschieden ist, in eine zweite Stellung verlagerbar ist, welche von der ersten Stellung verschieden ist; und - eine weitere Ventileinrichtung (15.1, ..., 15.n), die dem weiteren hydraulischen Stellelement (10.1, ..., 10.n) zugeordnet ist.
- Landwirtschaftliche Sämaschine (1) nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mit der quer zur Arbeitsrichtung ausgebildeten Reihenanordnung (3) von Ausbringvorrichtungen (4) eine Reihenanordnung von Säreihen gebildet ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine landwirtschaftliche Sämaschine. Hintergrund Landwirtschaftliche Sämaschinen dienen dazu, ein Saatgut auszubringen. Die Sämaschine kann über eine quer zu einer Arbeitsrichtung ausgebildete Reihenanordnung von Ausbringvorrichtungen verfügen, die als eine jeweilige Säreihe ausgeführt sein können. Die Säreihen verfügen jeweils über eine Furchenbildungseinrichtung zum Herstellen einer Furche im Erdboden sowie eine zugeordnete Ausbringeinrichtung, mit der das Saatgut in der hergestellten Furche eingebracht wird. Die Saatkörner können als Einzelkörner oder in Gruppen von Saatkörnern ausgebracht werden. Sämaschinen können hergerichtet sein, nicht nur das Saatgut, sondern auch ein Düngermaterial auszubringen. Hierzu kann eine Säreihe eine weitere Furchenbildungseinrichtung aufweisen, die dazu dient, eine weitere Furche für das hierin einzubringende Düngermaterial herzustellen. Die Furchenbildungseinrichtungen für Saatgut und Düngermaterial können in Fahrtrichtung hintereinander angeordnet sein. Um das Saatgut und / oder das Düngermaterial in eine jeweils gewünschte Tiefe in den Erdboden einzubringen, können für die Furchenbildungseinrichtung unterschiedliche Eindringtiefen in den Erdboden eingestellt werden. Hierzu können zum Beispiel hydraulische Stellelemente verwendet werden, um für ein Bodenbearbeitungswerkzeug, beispielsweise ein oder mehrere Schneidscheiben, der Furchenbildungseinrichtung unterschiedliche Eindringtiefen im Erdboden einzustellen. Zusammenfassung Aufgabe der Erfindung ist es, eine landwirtschaftliche Sämaschine anzugeben, bei der Furchenbildungseinrichtungen einer Reihenanordnung von Ausbringvorrichtungen effizient und flexibel einstellbar sind. Zur Lösung ist eine landwirtschaftliche Sämaschine nach dem unabhängigen Anspruch 1 geschaffen. Ausgestaltungen sind Gegenstand von abhängigen Unteransprüchen. Nach einem Aspekt ist eine landwirtschaftliche Sämaschine mit einer quer zu einer Fahrt- oder Arbeitsrichtung ausgebildeten Reihenanordnung von Ausbringvorrichtungen geschaffen. Die Ausbringvorrichtungen weisen jeweils Folgendes auf: eine Furchenbildungseinrichtung, bei dem ein Bodenbearbeitungswerkzeug eingerichtet ist, im Betrieb zum Ausbilden einer Furche mit einer Eindringtiefe in den Erdboden einzudringen; ein hydraulisches Stellelement, welches der Furchenbildungseinrichtung zugeordnet und zum Einstellen einer ersten Eindringtiefe für das Bodenbearbeitungswerkzeug in eine erste Stellung und zum Einstellen einer zweiten Eindringtiefe für das Bodenbearbeitungswerkzeug, die von der ersten Eindringtiefe verschieden ist, in eine zweite Stellung verlagerbar ist, welche von der ersten Stellung verschieden ist; und eine Ventileinrichtung, die dem hydraulischen Stellelement zugeordnet ist; einem zentralen hydraulischen Steuerventil und Hydraulikleitungen. Die landwirtschaftliche Sämaschine weist weiterhin ein zentrales Steuerventil und Hydraulikleitungen auf, wobei für das hydraulische Stellelement der Ausbringvorrichtungen jeweils über eine der Hydraulikleitungen eine Fluidverbindung zu dem zentralen hydraulischen Steuerventil ausgebildet ist und das zentrale hydraulische Steuerventil eingerichtet ist, für mehrere der Hydraulikleitungen gemeinsam einen Zufluss eines Hydraulikfluids aus einem Reservoir sowie einen Abfluss des Hydraulikfluids in das Reservoir betriebsabhängig freizugeben. Weiterhin verfügt die landwirtschaftliche Sämaschine über eine Steuereinrichtung, die mit dem zentralen hydraulischen Steuerventil und der jeweiligen Ventileinrichtung der Ausbringvorrichtungen funktional verbunden ist. Die Ventileinrichtung ist der Hydraulikleitung des jeweiligen hydraulischen Stellelements zugeordnet und eingerichtet, die Fluidverbindung über die jeweilige Hydraulikleitung betriebsabhängig zu öffnen und zu schließen. Hierbei kann die Ventileinrichtung in der Hydraulikleitung des jeweiligen hydraulischen Stellelements selbst und / oder in dem hydraulischen Stellelement gebildet sein, was es jeweils ermöglicht, die Fluidverbindung zum hydraulischen Stellelement betriebsabhängig zu öffnen und zu schließen. Die Steuereinrichtung ist eingerichtet, beim gemeinsamen Zufluss oder Abfluss des Hydraulikfluids für wenigstens einen Teil der mehreren Hydraulikleitungen die jeweilige Ventileinrichtung (i) zum Verlagern des hydraulischen Stellelements in die erste Stellung zu öffnen, wenn mittels der Steuereinrichtung für das zentrale Steuerventil für die mehreren Hydraulikleitungen gemeinsam der Abfluss des Hydraulikfluids in das Reservoir freigegeben ist, und (ii) zum Verlagern des hydraulischen Stellelements in die zweite Stellung zu öffnen, wenn mittels der Steuereinrichtung für das zentrale hydraulische Steuerventil für die mehreren Hydraulikleitungen gemeinsam der Zufluss des Hydraulikfluids aus dem Reservoir freigegeben ist. Weiterhin ist die Steuereinrichtung eingerichtet, für wenigstens den Teil der mehreren Hydraulikleitungen die jeweilige Ventileinrichtung im Übrigen zu schl