EP-4736618-A1 - AGRICULTURAL SOWING MACHINE
Abstract
Die Erfindung betrifft eine landwirtschaftliche Sämaschine mit: einem Hauptrahmen (2); einem Heckrahmen (6), der heckseitig des Hauptrahmens (2) angeordnet ist und sich quer zu einer Fahrt- oder Arbeitsrichtung erstreckt und an dem eine sich quer zur Fahrt- oder Arbeitsrichtung ausgebildete Anordnung von Ausbringvorrichtungen angeordnet ist, die jeweils eingerichtet sind, Saatgut auszubringen; einem Koppelrahmen (9), über den der Heckrahmen (6) mit dem Hauptrahmen (2) verbunden ist; und einer Einstelleinrichtung (10), die dem Heckrahmen (6) zugeordnet und eingerichtet ist, den Heckrahmen (6) in eine erste Rahmenstellung, in welcher der Heckrahmen (6) in einer ersten Relativstellung zum Hauptrahmen (2) angeordnet ist, und in eine zweite Rahmenstellung zu verlagern, in welcher der Heckrahmen (6) in einer zweiten Relativstellung zum Hauptrahmen (2) angeordnet ist, die von der ersten Relativstellung verschieden ist.
Inventors
- Kottenstedde, Gregor
- Neumann, Björn
- Kühle, Mirco
Assignees
- Kverneland Group Soest GmbH
Dates
- Publication Date
- 20260506
- Application Date
- 20241030
Claims (15)
- Landwirtschaftliche Sämaschine (1), mit: - einem Hauptrahmen (2); - einem Heckrahmen (6), - der heckseitig des Hauptrahmens (2) angeordnet und sich quer zu einer Fahrt-oder Arbeitsrichtung erstreckt und - an dem eine sich quer zur Fahrt- oder Arbeitsrichtung ausgebildete Anordnung (4) von Ausbringvorrichtungen (5) angeordnet ist, die jeweils eingerichtet sind, Saatgut auszubringen; - einem Koppelrahmen (9), über den der Heckrahmen (6) mit dem Hauptrahmen (2) verbunden ist; und - einer Einstelleinrichtung (10), die dem Heckrahmen (6) zugeordnet und eingerichtet ist, den Heckrahmen (6) in eine erste Rahmenstellung, in welcher der Heckrahmen (6) in einer ersten Relativstellung zum Hauptrahmen (2) angeordnet ist, und in eine zweite Rahmenstellung zu verlagern, in welcher der Heckrahmen (6) in einer zweiten Relativstellung zum Hauptrahmen (2) angeordnet ist, die von der ersten Relativstellung verschieden ist.
- Landwirtschaftliche Sämaschine (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstelleinrichtung (10) eingerichtet ist, die erste Rahmenstellung derart einzustellen, dass im Betrieb zum Ausbringen des Saatguts ein horizontales Rahmenbauteil (6a) des Heckrahmens (6) im Wesentlichen parallel zur Bodenoberfläche angeordnet ist.
- Landwirtschaftliche Sämaschine (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Einstelleinrichtung (10) eingerichtet ist, die zweite Rahmenstellung derart einzustellen, dass im Betrieb zum Ausbringen des Saatguts das horizontale Rahmenbauteil des Heckrahmens (6) relativ zur Bodenoberfläche in einer geneigten Stellung angeordnet ist.
- Landwirtschaftliche Sämaschine (1) nach mindestens einem der Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass - die Ausbringvorrichtungen (5) jeweils wenigstens zwei Arbeitswerkzeuge aufweisen, die in der Fahrt- oder Arbeitsrichtung hintereinanderliegend angeordnet sind; und - die Einstelleinrichtung (10) eingerichtet ist, die erste Rahmenstellung derart einzustellen, dass im Betrieb zum Ausbringen des Saatguts eine durch die wenigstens zwei Bodenbearbeitungswerkzeuge in Fahrt- oder Arbeitsrichtung verlaufende Verbindungslinie im Wesentlichen parallel zur Bodenoberfläche angeordnet ist.
- Landwirtschaftliche Sämaschine (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstelleinrichtung (10) eingerichtet ist, die zweite Rahmenstellung derart einzustellen, dass im Betrieb zum Ausbringen des Saatguts die Verbindungslinie relativ zur Bodenoberfläche geneigt ist.
- Landwirtschaftliche Sämaschine (1) nach mindestens einem der Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstelleinrichtung (10) mit einer hydraulischen Einstelleinrichtung (11) gebildet ist, die mit dem Heckrahmen (6) verbunden ist.
- Landwirtschaftliche Sämaschine (1) nach mindestens einem der Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausbringvorrichtungen (5) über eine jeweilige Parallelogramm-Verbindung mit dem Heckrahmen (6) verbunden sind, derart, dass im Betrieb zum Ausbringen des Saatguts die Ausbringvorrichtungen (5) relativ zum Heckrahmen (6) um eine Mittellage auf und ab schwenkbar sind.
- Landwirtschaftliche Sämaschine (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstelleinrichtung (10) eingerichtet ist, mit der ersten Rahmenstellung eine erste Mittellage für die Parallelogramm-Verbindung und mit der zweiten Rahmenstellung eine zweite Mittellage für die Parallelogramm-Verbindung einzustellen, die von der ersten Mittellage verschieden ist.
- Landwirtschaftliche Sämaschine (1) nach mindestens einem der Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Heckrahmen (6) um eine Schwenkachse schwenkbar und die Einstelleinrichtung (10) eingerichtet ist, den Heckrahmen (6) zum Verlagern zwischen der ersten und der zweiten Rahmenstellung um die Schwenkachse zu schwenken.
- Landwirtschaftliche Sämaschine (1) nach mindestens einem der Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstelleinrichtung (10) eine weitere hydraulische Einstelleinrichtung (12) aufweist, die dem Koppelrahmen (9) zugeordnet und eingerichtet ist, den Koppelrahmen (9) in eine erste Koppelrahmenstellung, in welcher der Koppelrahmen (9) in einer ersten Relativstellung zum Hauptrahmen (2) angeordnet ist, und in eine zweite Koppelrahmenstellung zu verlagern, in welcher der Koppelrahmen (9) in einer zweiten Relativstellung zum Hauptrahmen (2) angeordnet ist, die von der ersten Relativstellung verschieden ist.
- Landwirtschaftliche Sämaschine (1) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die weitere hydraulische Einstelleinrichtung (12) mit wenigstens zwei hydraulischen Zylindern gebildet ist, der mit dem Koppelrahmen (9) verbunden und zum Einstellen der ersten und der zweiten Koppelrahmenstellung jeweils zwischen einer ersten und einer zweiten Zylinderstellung verlagerbar sind.
- Landwirtschaftliche Sämaschine (1) nach mindestens einem der Ansprüche, gekenn - zeichnet durch eine Steuereinrichtung (30), die mit der Einstelleinrichtung (10) funktional verbunden und eingerichtet ist, Steuersignale zum Verlagern des Heckrahmens (6) in die erste und die zweite Rahmenstellung mittels der Einstelleinrichtung (10) bereitzustellen.
- Landwirtschaftliche Sämaschine (1) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstelleinrichtung (10) eine Sensoreinrichtung (31) aufweist, die mit der Steuereinrichtung (30) funktional verbunden und eingerichtet ist, Sensorsignale bereitzustellen, welche eine momentane Einstellung der Einstelleinrichtung (10) anzeigen.
- Landwirtschaftliche Sämaschine (1) nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekenn - zeichnet , dass die Steuereinrichtung - mit einer Betriebsparameter-Sensoreinrichtung (32) funktional verbunden ist, die eingerichtet ist, im Betrieb zum Ausbringen des Saatguts einen Betriebsparameter zu erfassen und Betriebsparameter-Signale, die den erfassten Betriebsparameter anzeigen, an die Steuereinrichtung (30) zu übermitteln, und - eingerichtet ist, die Betriebsparameter-Signale auszuwerten und die Einstelleinrichtung (10) in Abhängigkeit hiervon zu steuern.
- Landwirtschaftliche Sämaschine (1) nach mindestens einem der Ansprüche 12 bis 14 sowie Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (30) mit einer Messeinrichtung funktional verbunden ist, die eingerichtet ist, Messsignale zu erfassen und an die Steuereinrichtung zu übermitteln, die eine über die Einstelleinrichtung (10) auf den Koppelrahmen (9) und / oder den Heckrahmen (6) eingeleitete Zugkraft anzeigen.
Description
Die Erfindung betrifft eine landwirtschaftliche Sämaschine. Hintergrund Landwirtschaftliche Sämaschinen dienen dazu, ein Saatgut auszubringen. Es sind Sämaschinen bekannt, bei denen quer zur Fahrt- oder Arbeitsrichtung eine Reihenanordnung von Ausbringvorrichtungen ausgebildet ist, wobei es sich bei den Ausbringvorrichtungen zum Beispiel um eine jeweilige Säreihe handeln kann. Mit Hilfe der Reihenanordnung von Ausbringvorrichtungen ist eine Arbeitsbreite für die landwirtschaftliche Sämaschine ausgebildet. Die Ausbringvorrichtungen weisen jeweils eine Furchenbildungseinrichtung, zum Beispiel in Form einer oder mehrerer Schneidscheiben, sowie eine Ausbringeinrichtung auf, die eingerichtet ist, dass Saatgut in die zuvor hergestellte Furche auszubringen. Die Ausbringvorrichtungen können jeweils weitere funktionelle Komponenten aufweisen, zum Beispiel eine Tiefeneinstelleinrichtung, die mit einem oder zwei Tiefeneinstellrädern gebildet sein kann und eingerichtet ist, für die Furchenbildungseinrichtung eine Eindringtiefe in den Erdboden beim Herstellen der Furche einzustellen. Dokument EP 4 311 413 A1 betrifft eine landwirtschaftliche Maschine, insbesondere Sämaschine, mit einem mehrere an jeweils einem Scharträger angeordnete Säschare aufweisenden Scharrahmen, der über eine Schartiefeneinstellung zur Einstellung unterschiedlicher Arbeitstiefen der Säschare um eine Tiefenachse gegenüber einem Rahmenträger verschwenkbar ist, wobei die Scharträger über eine Schardruckeinstellung zur Einstellung unterschiedlicher auf die Säschare wirkender Schardrücke um eine Druckachse verschwenkbar sind, wobei die Druckachse über die Schartiefeneinstellung auf einer Umlaufbahn um die Tiefenachse verschwenkbar ist. Dokument US 2021 / 0059099 A1 bezieht sich auf ein Radträgersystem. Das Radträgersystem umfasst einen Radträgerarm, der mit einem Rad und einem Radträgerrahmen gekoppelt ist. Eine Verbindung dreht ein Bodeneingriffswerkzeugsystem in Bezug auf eine Reiheneinheit, um das Bodeneingriffswerkzeugsystem von einer abgesenkten Position in eine angehobene Position zu überführen. Ein Aktuator dreht gleichzeitig den ersten Radträgerarm von einer ersten Position in eine zweite Position und das Bodeneingriffswerkzeugsystem von der abgesenkten Position in die angehobene Position. Zusammenfassung Aufgabe der Erfindung ist es, eine landwirtschaftliche Sämaschine anzugeben, bei der Einstellungen für eine Anordnung von Ausbringvorrichtungen beim Betrieb der landwirtschaftlichen Sämaschine flexibel wählbar sind, insbesondere zum Ausbringen des Saatguts. Zur Lösung ist eine landwirtschaftliche Sämaschine nach dem unabhängigen Anspruch 1 geschaffen. Ausgestaltungen sind Gegenstand von abhängigen Unteransprüchen. Nach einem Aspekt ist eine landwirtschaftliche Sämaschine geschaffen, die Folgendes aufweist: einen Hauptrahmen; einen Heckrahmen und einen Koppelrahmen, über den der Heckrahmen mit dem Hauptrahmen verbunden ist. Der Heckrahmen ist heckseitig des Hauptrahmens angeordnet und erstreckt sich quer zu einer Fahrt- oder Arbeitsrichtung. An dem Heckrahmen ist eine sich quer zur Fahrt- oder Arbeitsrichtung ausgebildete Anordnung von Ausbringvorrichtungen angeordnet, die jeweils eingerichtet sind, Saatgut auszubringen. Die landwirtschaftliche Sämaschine weist weiterhin eine Einstelleinrichtung auf, die dem Heckrahmen zugeordnet und eingerichtet ist, den Heckrahmen in eine erste Rahmenstellung, in welcher der Heckrahmen in einer ersten Relativstellung zum Hauptrahmen angeordnet ist, und in eine zweite Rahmenstellung zu verlagern, in welcher der Heckrahmen in einer zweiten Relativstellung zum Hauptrahmen angeordnet ist, die von der ersten Relativstellung verschieden ist. Mit Hilfe der Einstelleinrichtung ist es ermöglicht, den Heckrahmen in unterschiedlichen Rahmenstellungen oder -positionen relativ zum Hauptrahmen anzuordnen, wodurch im Betrieb der landwirtschaftlichen Sämaschine für die Anordnung von Ausbringvorrichtungen, die am Heckrahmen aufgenommen und sich zumindest im Betrieb zum Ausbringen von Saatgut quer zur Fahrt- oder Arbeitsrichtung erstreckt, unterschiedliche Einstellungen eingestellt werden können. Insbesondere beim Ausbringen des Saatguts können die Ausbringvorrichtungen, bei denen es sich zum Beispiel um Säreihen handelt, in eine gewünschte Betriebsstellung verlagert werden, indem eine entsprechend zugeordnete Rahmenstellung für den Heckrahmen eingestellt wird. Die dem Heckrahmen zugeordnete Einstelleinrichtung kann mit dem Hauptrahmen verbunden sein und so beispielweise eine Art Bindeglied zwischen Haupt- und Heckrahmen bilden. An dem Hauptrahmen kann eine Kopplungsvorrichtung vorgesehen sein, insbesondere frontseitig, die eingerichtet ist, die landwirtschaftliche Sämaschine an einen Schlepper zu koppeln. In einer Transport- oder Nicht-Betriebsstellung kann sich die Anordnung von Ausbringvorrichtungen in Fahrt- oder Arbeitsrichtung erstrecken, beispielweise dahingehend, dass Abschnitte der Anordnung aus der Querstellung herau