EP-4736624-A1 - AGRICULTURAL IMPLEMENT SUCH AS MOWER OR RAKER
Abstract
Die vorliegende Erfindung betrifft ein landwirtschaftliches Anbaugerät, insbesondere in Form einer Mähmaschine oder eines Mergers, mit einem über den Boden zu führenden Arbeitsaggregat sowie einer Aufhängung zum im Arbeitsbetrieb höhenbeweglichen Aufhängen des Arbeitsaggregats, wobei die Aufhängung einen Anbaubock mit Befestigungsmitteln zum Befestigen an einem Schlepper oder einem damit verbundenen Rahmen sowie eine erste Lenkergruppe besitzt, die vom Anbaubock auskragt und ein Viergelenk bildet, das mit zwei Gelenken am Anbaubock schwenkbar gelagert ist und eine zweite Lenkergruppe trägt, an der das Arbeitsaggregat befestigt ist, sowie mit einer Entlastungseinrichtung zum Gewichtsentlasten des Arbeitsaggregats, die einen längenveränderbaren Kraftgeber in Form eines Federbeins und/oder eines Druckmittelzylinders aufweist, wobei der Kraftgeber auf Druck belastet an der ersten Lenkergruppe verbaut ist derart, dass der Kraftgeber bei sich absenkender erster Lenkerbaugruppe eine Verkürzung erfährt und sich der Hebelarm des Kraftgebers bezüglich des von der ersten Lenkergruppe gebildeten Viergelenks verkleinert.
Inventors
- Dietachmair, Andreas
- Freimüller, Florian
- GREIFENEDER, AUGUST
- REININGER, MARKUS
Assignees
- Pöttinger Landtechnik GmbH
Dates
- Publication Date
- 20260506
- Application Date
- 20250718
Claims (15)
- Landwirtschaftliches Anbaugerät, insbesondere in Form einer Mähmaschine oder eines Mergers, mit einem über den Boden zu führenden Arbeitsaggregat (5) sowie einer Aufhängung (9) zum im Arbeitsbetrieb höhenbeweglichen Aufhängen des Arbeitsaggregats (5), wobei die Aufhängung (9) einen Anbaubock (3) mit Befestigungsmitteln (4) zum Befestigen an einem Schlepper (2) oder einem damit verbundenen Rahmen sowie eine erste Lenkergruppe (10) besitzt, die vom Anbaubock (3) auskragt und ein Viergelenk bildet, das mit zwei Gelenken (18, 19) am Anbaubock (3) schwenkbar gelagert ist und eine zweite Lenkergruppe (14) trägt, an der das Arbeitsaggregat (5) befestigt ist, sowie mit einer Entlastungseinrichtung (17) zum Gewichtsentlasten des Arbeitsaggregats (5), die einen längenveränderbaren Kraftgeber (22) in Form eines Federbeins und/oder eines Druckmittelzylinders aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Kraftgeber (22) auf Druck belastet an der ersten Lenkergruppe (10) verbaut ist derart, dass der Kraftgeber (22) bei sich absenkender erster Lenkerbaugruppe (10) eine Verkürzung erfährt und sich der Hebelarm des Kraftgebers (22) bezüglich des von der ersten Lenkergruppe (10) gebildeten Viergelenks verkleinert.
- Landwirtschaftliches Anbaugerät nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei der Kraftgeber (22) einerseits gelenkig am Anbaubock (3) abgestützt ist und andererseits im Bereich eines Gelenks (20) des von der ersten Lenkergruppe (10) gebildeten Viergelenks an dessen auskragendem Endabschnitt abgestützt ist.
- Landwirtschaftliches Anbaugerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Kraftgeber (22) und einer der Lenker (11) der ersten Lenkergruppe (10) zusammen einen am Anbaubock (3) angelenkten Zweischlag bilden und in allen Höhenstellungen der Aufhängung (9) zueinander unter einem spitzen Winkel α von < 45° oder < 30° geneigt sind.
- Landwirtschaftliches Anbaugerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Kraftgeber (22) zwischen einem oberen Lenker (11) und einem unteren Lenker (12) der ersten Lenkergruppe (10) verbaut ist und einen gelenkigen Anlenkpunkt (23) am Anbaubock (3) besitzt, der zwischen den von den Gelenken (18, 19) gebildeten Anlenkpunkten der beiden genannten oberen und unteren Lenker (11, 12) am Anbaubock (3) liegt.
- Landwirtschaftliches Anbaugerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Kraftgeber (22) eine Kraftgeberlänge (L K ) besitzt, die kleiner ist als jede der beiden Lenkerlängen (L 11 , L 12 ) der vom Anbaubock (3) auskragenden Lenker (11, 12) der ersten Lenkergruppe (10).
- Landwirtschaftliches Anbaugerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die erste Lenkergruppe (10) zumindest näherungsweise eine Trapez-Lenkeranordnung bildet.
- Landwirtschaftliches Anbaugerät nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 oder einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Kraftgeber (22) und die erste Lenkergruppe (10) derart ausgebildet und angeordnet sind, dass die Entlastungseinrichtung (17) eine über den Höhenverstellbereich der Aufhängung (9) hinweg zumindest näherungsweise gleichbleibende Gewichtsentlastung bereitstellt und/oder die Bodenaufstandskraft des Arbeitsaggregats (5) über den Höhenverstellbereich der Aufhängung (9) hinweg zumindest näherungsweise gleichbleibt.
- Landwirtschaftliches Anbaugerät nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Geometrie der ersten Lenkergruppe (10) und der Kraftgeber (22) derart aufeinander abgestimmt sind, dass ein Verlauf der vom Kraftgeber (22) bereitgestellten Kraft über dessen Längung/Verkürzung zumindest näherungsweise spiegelbildlich zu einer Veränderung eines Hebelsarms (H), den der Kraftgeber bezüglich des von der ersten Lenkergruppe (10) gebildeten Viergelenks besitzt, über dem Schwenkweg des Viergelenks, der mit der Längung/Verkürzung des Kraftgebers (22) einhergeht, ist.
- Landwirtschaftliches Anbaugerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die zweite Lenkergruppe (14) eine Dreipunkt-Lenkeranordnung bildet, die das Arbeitsaggregat (5) an einem auskragenden Endabschnitt der ersten Lenkergruppe (10) aufhängt.
- Landwirtschaftliches Anbaugerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die zweite Lenkergruppe (14) räumlich beweglich ausgebildet ist und räumliche Schwenkbewegungen des Arbeitsagreggats (5) relativ zur ersten Lenkergruppe (10) um eine liegende, in Fahrtrichtung weisende Wippachse und/oder um eine aufrechte Schwenkachse vorsieht.
- Landwirtschaftliches Anbaugerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die zweite Lenkergruppe (14) einen zentralen Trägerlenker (15) umfasst, der einerseits gelenkig, zentral am Arbeitsaggregat (5) angelenkt ist und andererseits am auskragenden Endabschnitt der ersten Lenkergruppe (10) angelenkt ist, sowie zwei seitliche Steuerlenker (16) umfasst, die einerseits voneinander beabstandet am Arbeitsaggregat (5) angelenkt und andererseits am auskragenden Endabschnitt der ersten Lenkergruppe (10) angelenkt sind.
- Landwirtschaftliches Anbaugerät nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei der zentrale Trägerlenker (15) sowie die beiden seitlichen Steuerlenker (16) an dem Arbeitsaggregat (5) sowie an dem auskragenden Endabschnitt der ersten Lenkergruppe (10) jeweils gelenkig befestigt und derart angeordnet sind, dass das Arbeitsaggregat (5) aus einer horizontalen Neutralstellung um eine liegende in Fahrtrichtung weisende Achse relativ zur ersten Lenkergruppe (10) wippbar ist und/oder mit rechten und linken Endabschnitten zueinander gegenläufig auf- und abbewegbar ist.
- Landwirtschaftliches Anbaugerät nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die zweite Lenkergruppe (14) derart ausgebildet ist, dass das Arbeitsaggregat (5) mit seitlichen, rechten und linken Endabschnitten gegenläufig auf- und abbewegbar und dabei gleichzeitig in Fahrtrichtung gegenläufig vor- und zurückbewegbar ist, wobei eine Aufwärtsbewegung an einem seitlichen Endabschnitt mit einer Rückwärtsbewegung entgegen der Fahrtrichtung dieses Endabschnitts relativ zur ersten Lenkergruppe (10) einhergeht.
- Landwirtschaftliches Anbaugerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei, der Kraftgeber (22) einen Druckmittelzylinder umfasst, der aus mehreren unterschiedlich ausgebildeten, hintereinander oder parallel geschalteten Druckspeichern (32) druckbeaufschlagt ist derart, dass in unterschiedlichen Längenstellungen des Druckmittelzylinders unterschiedlicher Druck auf den Druckmittelzylinder geschaltet ist.
- Landwirtschaftliches Anbaugerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Kraftgeber (22) ein zumindest ein Federbein mit verschieden ausgebildeten Federn umfasst, die in verschiedenen Längenstellung-Bereichen des Federbeins aktiv sind.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein landwirtschaftliches Anbaugerät zum Anbau an einen Schlepper, insbesondere in Form einer Mähmaschine oder eines Mergers, mit einem über den Boden zu führenden Arbeitsaggregat sowie einer Aufhängung zum im Arbeitsbetrieb höhenbeweglichen Aufhängen des Arbeitsaggregats, wobei die Aufhängung einen Anbaubock mit Befestigungsmitteln zum Befestigen an einem Schlepper oder einem damit verbundenen Rahmen sowie eine erste Lenkergruppe besitzt, die vom Anbaubock auskragt und ein Viergelenk bildet, das mit zwei Gelenken am Anbaubock gelagert ist und eine zweite Lenkergruppe trägt, an der das Arbeitsaggregat befestigt ist, sowie mit einer Entlastungseinrichtung zum Gewichtsentlasten des Arbeitsaggregats, die einen längenveränderbaren Kraftgeber in Form eines Federbeins oder Druckmittelzylinders aufweist. Mähwerke oder Merger werden üblicherweise höhenbeweglich aufgehängt, um im Arbeitsbetrieb eine Bodenanpassung zu erreichen, so dass das Arbeitsaggregat sich in Bodenwellen, in die der Schlepper noch nicht eingefahren ist, absenken kann bzw. Hügeln durch eine Aufwärtsbewegung ausweichen kann, ohne dass der Schlepper selbst bereits auf den Hügel aufgefahren ist. Um solche Höhen-Ausgleichsbewegungen gegenüber dem Schlepper im Arbeitsbetrieb zu gestatten, ist es bekannt, die Arbeitsaggregate landwirtschaftlicher Anbaugeräte mittels einer oder mehreren Lenkeranordnungen an einem Anbaubock beweglich aufzuhängen, der direkt am Schlepper angebaut sein kann, beispielsweise über eine per se bekannte Dreipunktaufhängung mit Ober- und Unterlenkern, was insbesondere bei frontseitig angebauten Frontmähwerken bzw. Frontmergern gemacht wird. Alternativ kann der genannte Anbaubock aber auch an einem Maschinenrahmen befestigt sein, der dann wiederum an den Schlepper angebaut ist, was beispielsweise bei heckseitig angebauten Heckmähwerken bzw. Heckmergern gerne gemacht wird, um die Arbeitsaggregate seitlich rechts und links auskragend vom Schlepper führen zu können. Auch wenn der Anbaubock selbst - beispielsweise über die genannte Dreipunktaufhängung - gegenüber dem Schlepper höhenbeweglich verstellt werden kann, beispielsweise um das Arbeitsaggregat für den Straßentransport auszuheben, ist die genannte Höhenbeweglichkeit im Arbeitsbetrieb gegenüber dem Anbaubock oder genauer gesagt zwischen Arbeitsaggregat und Anbaubock wirksam, um den Anbaubock im Arbeitsbetrieb in fester Arbeitsbetriebshöhe fahren zu können. Die Lenkeranordnungen bzw. -gruppen, mittels derer das Arbeitsaggregat relativ zum Anbaubock höhenbeweglich zur Bodenanpassung ist, kann dabei beispielsweise erst eine Lenkergruppe aufweisen, die ein Viergelenk bilden kann, welches vom Anbaubock auskragt und mit zwei Gelenken am Anbaubock um liegende, sich quer zur Fahrtrichtung erstreckende Gelenkachsen beweglich befestigt ist und mit zwei weiteren Gelenken einen Aufhängungslenker tragen kann, der selbst einen Teil des Viergelenks bilden und einen weiteren Aufhängungsträger tragen kann. Die Viergelenks-Ausbildung wird üblicherweise bei Betrachtung mit einer Blickachse liegend quer zur Fahrtrichtung ersichtlich, wobei ein Lenkerpaar in Form eines oberen Lenkers und eines unteren Lenkers vom Anbaubock auskragen und durch einen Verbindungslenker miteinander verbunden sein kann. Klarzustellen ist allerdings, dass ein solches Viergelenk auch mehr als vier Gelenke umfassen kann, bspw. wenn Doppellenker Verwendung finden, und die Lenker des Viergelenks nicht nur in Form länglicher Streben, sondern auch in Form von Lenkerrahmen, beispielsweise in Form von Stabwerksträgern oder Blech-Chassisteilen ausgebildet sein können, so dass beispielsweise ein Viergelenkslenker mit zwei Gelenken am Anbaubock befestigt sein kann, die dann beispielsweise eine Gelenkachse bzw. einen Gelenkpunkt mit einer Gelenkachse liegend quer zur Fahrtrichtung bilden. Genauso ist es möglich, dass das zuvor genannte Lenkerpaar in Form eines oberen Lenkers und eines unteren Lenkers unterschiedlich ausgebildet ist. Beispielsweise kann der obere Lenker eine längliche Strebe und der untere Lenker einen Lenkerrahmen bilden, so dass sich räumlich betrachtet eine im Querschnitt dreieckige Lenkerstruktur ergibt. An der genannten ersten Lenkergruppe, die das vom Anbaubock auskragende Viergelenk bildet, kann das Arbeitsaggregat dann über eine zweite Lenkergruppe aufgehängt sein, die einerseits an der ersten Lenkergruppe befestigt, beispielweise gelenkig angelenkt sein kann und andererseits am Arbeitsaggregat befestigt sein kann. Auch bei dieser zweiten Lenkergruppe können die Lenker in Form länglicher Streben oder auch in Form von Lenkerrahmen ausgebildet sein, wobei auch hier räumliche Lenkeranordnungen mit beispielsweise einem zentralen Oberlenker und zwei seitlich versetzten Unterlenkern vorgesehen sein kann. Gegebenenfalls kann die zweite Lenkergruppe auch nur einen Lenker umfassen, der an einem der Lenker des vom Anbaubock auskragenden Viergelenks starr befestigt sein kann. Ungeachtet