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EP-4736696-A1 - INSOLE OR SHOE INSERT FOR SHOES AND METHOD FOR THE PRODUCTION THEREOF

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Abstract

Es ist eine Einlegesohle oder eine Schuheinlage für einen Schuh offenbart. Die Schuheinlage umfasst wenigstens eine aus einem reversibel elastischen Kunststoff gebildete erste Schicht, sowie wenigstens eine aus einem reversibel elastisch verformbaren Kunststoff gebildete zweite Schicht. Die zweite Schicht ist dabei abschnittsweise mit der ersten Schicht verbunden. Es ist vorgesehen, dass die abschnittsweise unterhalb der zweiten Schicht angeordnete erste Schicht aus einem steiferen Kunststoffmaterial gebildet ist als die nachgiebigere zweite Schicht. Die erste Schicht reicht dabei von der Ferse bis zum Fußballen eines den Schuh tragenden Fußes eines Trägers, während die zweite Schicht von der Ferse bis zu den Zehenspitzen des Fußes reicht und im Wesentlichen den äußeren Umrissen einer Innensohle des Schuhs folgt. Zudem weist die erste Schicht zumindest in einem Mittelfußbereich seitliche Einschnürungen und/oder eine beidseitige Taillierung in einer Richtung quer zu einer Längsmittelachse der Schuheinlage auf.

Inventors

  • JAEGER, MARTIN

Assignees

  • Jaeger, Martin

Dates

Publication Date
20260506
Application Date
20251016

Claims (12)

  1. Einlegesohle oder Schuheinlage (30) für einen Schuh, umfassend wenigstens eine aus reversibel elastisch verformbarem Kunststoff gebildete erste Schicht (32) sowie wenigstens eine aus reversibel elastisch verformbarem Kunststoff gebildete zweite Schicht (34), die abschnittsweise mit der ersten Schicht (32) verbunden ist, - wobei die abschnittsweise unterhalb der zweiten Schicht (34) angeordnete erste Schicht (32) aus einem steiferen Kunststoffmaterial gebildet ist als die nachgiebigere zweite Schicht (34), - wobei die erste Schicht (32) von der Ferse (16) bis zum Fußballen (18) eines den Schuh tragenden Fußes (14) reicht, - während die zweite Schicht (34) von der Ferse (16) bis zu den Zehenspitzen (20) des Fußes (14) reicht und im Wesentlichen den äußeren Umrissen einer Innensohle des Schuhs folgt, - und wobei die erste Schicht (32) zumindest in einem Mittelfußbereich (24) seitliche Einschnürungen und/oder eine beidseitige Taillierung (6) in einer Richtung quer zu einer Längsmittelachse (36) der Schuheinlage (30) aufweist.
  2. Schuheinlage (30) nach Anspruch 1, bei der die erste Schicht (32) im Bereich unterhalb der Fußballen (18) verjüngt und/oder eingeschnürt ist und jeweils beidseitig zur Längsmittelachse (36) der Schuheinlage (30) eine gegenüber einem Würfelbeinbereich (22) reduzierte Breite aufweist.
  3. Schuheinlage (30) nach Anspruch 1 oder 2, bei der die erste Schicht (32) im Bereich unterhalb des Würfelbeins (22) des Fußes (14) des Trägers des Schuhs eine gegenüber dem Mittelfußbereich (24) sowie gegenüber dem Ballenbereich (18) vergrößerte Breite in Bezug auf die Längsmittelachse (36) der Schuheinlage (30) aufweist.
  4. Schuheinlage (30) nach Anspruch 3, bei welcher der Fersenbereich (16) und der Bereich unterhalb des Würfelbeins (22) des Fußes (14) in ihrer jeweiligen Breite in Bezug auf die Längsmittelachse (36) der Schuheinlage (30) in etwa übereinstimmen.
  5. Schuheinlage (30) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei der die Stärke der ersten Schicht (32) im Bereich unterhalb der Ferse (16) des Trägers eine größere Materialstärke und damit eine größere Biegesteifigkeit aufweist als die sich in Richtung zum Mittelfuß (24) sowie zum Ballenbereich (18) in ihrer Materialstärke reduzierenden Bereiche.
  6. Schuheinlage (30) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei der die Stärke der zweiten Schicht (34) im Bereich unterhalb der Ferse (16) des Trägers eine größere Materialstärke und damit eine größere Biegesteifigkeit aufweist als die sich in Richtung zum Ballen- und Zehenbereich (18, 20) in ihrer Materialstärke reduzierenden Bereiche.
  7. Verfahren zur Herstellung einer Einlegesohle oder Schuheinlage (30) für einen Schuh mit den folgenden Schritten: - Bereitstellen wenigstens einer aus reversibel elastisch verformbarem Kunststoff gebildeten zweiten Schicht (34), welche zweite Schicht (34) derartig ausgebildet wird, dass diese von der Ferse (16) bis zu den Zehenspitzen (20) eines den Schuh tragenden Fußes (14) reicht und im Wesentlichen den äußeren Umrissen einer Innensohle des Schuhs folgt, - Bereitstellen wenigstens einer aus reversibel elastisch verformbarem Kunststoff gebildeten ersten Schicht (32), welche erste Schicht (32) aus einem steiferen Kunststoffmaterial ausgebildet wird als die nachgiebigere zweite Schicht (34) und von der Ferse (16) bis zum Fußballen (18) des Fußes (14) reicht, und welche erste Schicht (32) zumindest in einem Mittelfußbereich (24) mit seitlichen Einschnürungen und/oder einer beidseitigen Taillierung (6) in einer Richtung quer zu einer Längsmittelachse (36) der Schuheinlage (30) versehen wird, - abschnittsweises Verbinden der ersten Schicht (32) mit der zweiten Schicht (34).
  8. Verfahren nach Anspruch 7, bei welchem die erste Schicht (32) im Bereich unterhalb der Fußballen (18) mit einer Verjüngung und/oder Einschnürung versehen wird und jeweils beidseitig zur Längsmittelachse (36) der Schuheinlage (30) eine gegenüber einem Würfelbeinbereich (22) reduzierte Breite aufweist.
  9. Verfahren nach Anspruch 7 oder Anspruch 8, bei welchem die erste Schicht (32) derartig ausgebildet wird, dass diese im Bereich unterhalb des Würfelbeins (22) des Fußes (14) des Trägers des Schuhs eine gegenüber dem Mittelfußbereich (24) sowie gegenüber dem Ballenbereich (18) vergrößerte Breite in Bezug auf die Längsmittelachse (36) der Schuheinlage (30) aufweist.
  10. Verfahren nach Anspruch 9, bei welchem der Fersenbereich (16) und der Bereich unterhalb des Würfelbeins (22) des Fußes (14) derartig ausgestaltet werden, dass diese in ihrer jeweiligen Breite in Bezug auf die Längsmittelachse (36) der Schuheinlage (30) in etwa übereinstimmen.
  11. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 10, bei welchem die Stärke der ersten Schicht (32) im Bereich unterhalb der Ferse (16) des Trägers mit einer größeren Materialstärke ausgebildet wird, und damit eine größere Biegesteifigkeit aufweist als die sich in Richtung zum Mittelfuß (24) sowie zum Ballenbereich (18) in ihrer Materialstärke reduzierenden Bereiche.
  12. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 11, bei welchem die Stärke der zweiten Schicht (34) im Bereich unterhalb der Ferse (16) des Trägers mit einer größeren Materialstärke ausgebildet wird, und damit eine größere Biegesteifigkeit aufweist als die sich in Richtung zum Ballen- und Zehenbereich (18, 20) in ihrer Materialstärke reduzierenden Bereiche.

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einlegesohle oder Schuheinlage für Schuhe sowie ein Verfahren zur Herstellung einer Einlegesohle oder Schuheinlage. Einlegesohlen oder Schuheinlagen für Schuhe werden in vielen Fällen genutzt, um Fußfehlstellungen zu korrigieren. Je nach diagnostizierter Fehlstellung des Fußes eines Patienten stehen unterschiedliche Ausführungsformen an Einlegesohlen zur Verfügung. Üblicherweise kommen derzeit insbesondere Schuheinlagen mit Bestandteilen aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff, Edelstahl, thermoplastischen Kunststoffen, Kork oder Schaumstoffen zum Einsatz. Hierzu stehen unterschiedliche Ausgestaltungsvarianten an Einlagen zur Verfügung, wie zum Beispiel Weichschaumeinlagen, Kork-Leder-Einlagen, Schaleneinlagen, Kunststoffeinlagen, Carbon-Einlagen oder auch Einlagen, die sich für die Behandlung sensormotorischer Probleme oder Auffälligkeiten eignen. Durch eine klassische Einlagenversorgung mit beispielsweise Schaleneinlagen aus festen Materialien ist eine statisch optimierte Fußstellung im Gehen und Stehen möglich, jedoch verhindert die umfassende Schalenform gleichzeitig in der Bewegung die natürlichen Abroll-, Torsions- und Friktionsbewegungen des Fußes, was zu negativen Auswirkungen auf das gesamte Gangbild bis hin zur Überlastung darüberliegender Gelenke führen kann. Eine nicht optimale Passform kann zudem zu Druck- oder Scheuerstellen am Fuß führen, was oftmals eine verminderte Patientenkompliance zur Folge hat, wodurch die Bereitschaft des Patienten, bei diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen mitzuwirken, gesenkt wird. In der Vergangenheit war dies unter anderem ein maßgeblicher Grund, welcher negativen Bewertungen von orthopädischen Einlagen sowohl durch Patienten als auch Therapeuten zur Folge hatte. Eine derartige Entwicklung hat zu Überlegungen geführt, weiche, dämpfende Materialien für die Schuheinlagen zu verwenden. Es konnte jedoch festgestellt werden, dass eine ausreichende Bewegungskontrolle nicht gewährleistet werden kann, vor allem bei höheren Belastungen mit negativen Auswirkungen auf den sogenannten Halteapparat, wie Muskeln und Sehnen. Ein Ziel dieser Entwicklung ist daher die Bereitstellung einer Schuheinlage, welche mit minimalem Aufwand an Material eine maximale Korrektur an einem fehlgestellten Fuß bei gleichzeitig möglichst natürlicher Gangabwicklung ermöglicht. Zudem wäre es wünschenswert, wenn die Schuheinlage auch in Schuhen getragen werden kann, welche nicht speziell für orthopädische Einlagen gebaut wurden. Die obige Aufgabe wird mit den Gegenständen gelöst, welche die Merkmale in den unabhängigen Ansprüchen umfassen. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen werden durch die Unteransprüche beschrieben. Die Erfindung betrifft eine Einlegesohle oder eine Schuheinlage für einen Schuh. Die Schuheinlage umfasst dabei wenigstens eine aus einem reversibel elastischen Kunststoff gebildete erste Schicht, sowie wenigstens eine aus einem reversibel elastisch verformbaren Kunststoff gebildete zweite Schicht. Die zweite Schicht ist dabei abschnittsweise mit der ersten Schicht verbunden. Es ist weiterhin vorgesehen, dass die abschnittsweise unterhalb der zweiten Schicht angeordnete erste Schicht aus einem steiferen Kunststoffmaterial gebildet ist als die nachgiebigere zweite Schicht. Die erste Schicht reicht dabei von der Ferse bis zum Fußballen eines den Schuh tragenden Fußes eines Trägers, während die zweite Schicht von der Ferse bis zu den Zehenspitzen des Fußes reicht und im Wesentlichen den äußeren Umrissen einer Innensohle des Schuhs folgt. Zudem weist die erste Schicht zumindest in einem Mittelfußbereich seitliche Einschnürungen und/oder eine beidseitige Taillierung in einer Richtung quer zu einer Längsmittelachse der Schuheinlage auf. Bevorzugt ist die erste Schicht unterhalb der zweiten Schicht angeordnet. Als eine vorteilhafte Ausgestaltungsweise hat sich erwiesen, wenn sich die erste Schicht im Bereich unterhalb der Fußballen verjüngt und/oder dort eingeschnürt ist. Zudem kann vorgesehen sein, dass die erste Schicht jeweils beidseitig zu einer Längsmittelachse der Schuheinlage eine gegenüber einem Würfelbeinbereich reduzierte Breite aufweist. In einer bevorzugten Ausführungsform weist die erste Schicht der Schuheinlage im Bereich unterhalb des Würfelbeins des Fußes des Trägers des Schuhs eine gegenüber dem Mittelfußbereich sowie gegenüber dem Ballenbereich vergrößerte Breite in Bezug auf die Längsmittelachse der Schuheinlage auf. Weiterhin hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn der Fersenbereich und der Bereich unterhalb des Würfelbeins des Fußes in ihrer jeweiligen Breite in Bezug auf die Längsmittelachse der Schuheinlage in etwa übereinstimmen. Die Stärke der ersten Schicht im Bereich unterhalb der Ferse des Trägers kann weiterhin eine größere Materialstärke und damit eine größere Biegefestigkeit aufweisen als die sich in Richtung zum Mittelfuß sowie zum Ballenbereich in ihrer Materialstärke reduzierenden Bereiche. Die Stärke der z