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EP-4736818-A2 - PROSTHETIC FOOT INSERT

EP4736818A2EP 4736818 A2EP4736818 A2EP 4736818A2EP-4736818-A2

Abstract

Die Erfindung betrifft einen Prothesenfußeinsatz (10) mit einer proximalen Befestigungseinrichtung (20) zum Festlegen des Prothesenfußeinsatzes (10) an einer Proximalkomponente (2), einem distal zu der Befestigungseinrichtung (20) angeordneten und mit der Befestigungseinrichtung (20) gekoppelten Halter (30), einem elastischen Fersenelement (50), das an dem Halter (30) angeordnet ist und einer Hauptfeder (40), die sich in einen Vorderfußbereich erstreckt und mit dem Halter (30) gekoppelt ist, wobei die Hauptfeder (40) an dem Fersenelement (50) zwischen einer proximalen Fersenkomponente (51) und einer distalen Fersenkomponente (52) gelagert ist, wobei zwischen dem Halter (30) und der Hauptfeder (40) ein Aktuator (200) angeordnet ist oder der Halter (30) zweiteilig mit zueinander verschwenkbaren Schenkeln aufgebaut und zwischen den Schenkeln ein Aktuator (200) angeordnet ist.

Inventors

  • PUSCH, MARTIN
  • MOENICKE, CARSTEN
  • KRENZ, Hannes

Assignees

  • Ottobock SE & Co. KGaA

Dates

Publication Date
20260506
Application Date
20200124

Claims (19)

  1. Prothesenfußeinsatz (10) mit einer proximalen Befestigungseinrichtung (20) zum Festlegen des Prothesenfußeinsatzes (10) an einer Proximalkomponente (2), einem distal zu der Befestigungseinrichtung (20) angeordneten und mit der Befestigungseinrichtung (20) gekoppelten Halter (30), einem elastischen Fersenelement (50), das an dem Halter (30) angeordnet ist und einer Hauptfeder (40), die sich in einen Vorderfußbereich erstreckt und mit dem Halter (30) gekoppelt ist, wobei die Hauptfeder (40) an dem Fersenelement (50) zwischen einer proximalen Fersenkomponente (51) und einer distalen Fersenkomponente (52) gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Halter (30) und der Hauptfeder (40) ein Aktuator (200) angeordnet ist oder der Halter (30) zweiteilig mit zueinander verschwenkbaren Schenkeln aufgebaut und zwischen den Schenkeln ein Aktuator (200) angeordnet ist.
  2. Prothesenfußeinsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Halter (30) an zwei in Längserstreckung der Hauptfeder (40) zueinander beabstandeten Bereichen (71, 72) auf der Hauptfeder (40) abstützt.
  3. Prothesenfußeinsatz nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Halter (30) sich über eine Zwischenfeder (60) oder Zwischenplatte auf der Hauptfeder (40) abstützt.
  4. Prothesenfußeinsatz nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Fersenelement (50) ein Führungselement (80) befestigt ist, das an der Hauptfeder (40) gelagert und an dem frontalen Ende des Hauptfeder (40) befestigt ist.
  5. Prothesenfußeinsatz nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungselement (80) eine Verlagerung des Fersenelementes (50) in medial-lateral-Richtung reduziert oder sperrt und eine Kompression oder Expansion des Fersenelementes (50) zulässt.
  6. Prothesenfußeinsatz nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Halter (30) über ein Gelenk (110) mit der Hauptfeder (40), Zwischenfeder (60) oder Zwischenplatte gekoppelt ist.
  7. Prothesenfußeinsatz nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem frontalen Ende der Hauptfeder (40) ein Zehenelement (120) befestigt ist.
  8. Prothesenfußeinsatz nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fersenkomponenten (51, 52) aus einem Schaumwerkstoff, Hohlkörper, Elastomerelement, Carbonelement, Elastomerelement mit Kavität als Pumpkammer und/oder Schraubenfederelementen bestehen.
  9. Prothesenfußeinsatz nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Halter (30) und der Hauptfeder (40) ein Dämpfer (200) angeordnet ist.
  10. Prothesenfußeinsatz nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Dämpfer (200) sperrbar ist.
  11. Prothesenfußeinsatz nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Dämpfer (200) ein Folgeventil beinhaltet.
  12. Prothesenfußeinsatz nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Halter (30) verstellbar ausgebildet ist, um einen proximal-distal-Abstand der Befestigungseinrichtung (20) zu der Hauptfeder (40) einzustellen.
  13. Prothesenfußeinsatz nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem zweiteiligen Halter (30) mit einem proximalen und einem distalen Schenkel der distale Schenkel schwenkbar um die Schwenkachse des Gelenkes (110) gelagert ist
  14. Prothesenfußeinsatz nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungseinrichtung (20) verschieblich, gelenkig oder drehbar an dem Halter (30) gelagert ist.
  15. Prothesenfußeinsatz nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Aktuator (200) in einem Antriebsmodus und/oder in einem Dämpfungsmodus betreibbar ist.
  16. Prothesenfußeinsatz nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Aktuator (200) ausgebildet ist, den Abstand zwischen der Befestigungseinrichtung (20) und der Hauptfeder (40) zu verändern.
  17. Prothesenfußeinsatz nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Aktuator (200) als Motor ausgebildet und in einem Generatorbetrieb als Dämpfer einsetzbar ist.
  18. Prothesenfußeinsatz nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Aktuator (200) als Dämpfer mit einer motorisch verstellbaren Dämpfung ausgebildet ist.
  19. Prothesenfußeinsatz nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor über eine Steuereinrichtung und eine Sensoranordnung während des Gehens verstellbar ist, um eine Anpassung an unterschiedliche Gehgeschwindigkeiten, Belastungen oder Gehsituationen zu ermöglichen.

Description

Die Erfindung betrifft einen Prothesenfußeinsatz mit einer proximalen Befestigungseinrichtung zum Festlegen des Prothesenfußeinsatzes an einer Proximalkomponente, einem distal zu der Befestigungseinrichtung angeordneten und mit der Befestigungseinrichtung gekoppelten Halter, einem elastischen Fersenelement, das an dem Halter angeordnet ist und einer Hauptfeder, die sich in einen Vorderfußbereich erstreckt und mit dem Halter gekoppelt ist. Prothesenfußeinsätze sind Teil einer prothetischen Versorgung, beispielsweise bei Unterschenkelamputierten. Prothesenfußeinsätze können zur Erzielung einer möglichst natürlichen Optik sowie zur Bereitstellung einer weiteren Funktionalität mit einem Überzug oder einer Prothesenkosmetik versehen sein, die aus einem Kunststoff ausgebildet sein kann. Die Prothesenfußeinsätze können an einem Knöchelgelenk oder gelenklos an einem Unterschenkelrohr oder einem Unterschenkelschaft befestigt sein. Die Befestigungseinrichtung ist in der Regel als sogenannter Pyramidenadapter ausgebildet, über den eine Vielzahl von Einstellungen und Ausrichtungen des Prothesenfußeinsatzes relativ zu der Proximalkomponente, also dem Unterschenkelrohr, dem Prothesenschaft oder dem Knöchelgelenk eingestellt und fixiert werden können. Die Befestigungseinrichtung ist an einem Halter befestigt, an dem wiederum eine sich in Vorfußrichtung erstreckende Feder, beispielsweise eine Vorfußfeder oder Dachfeder angeordnet sein kann. Um einen Stoß bei einem Fersenauftritt abzudämpfen, ist ein elastisches Fersenelement vorgesehen, das an dem Halter befestigt ist, gegebenenfalls unter Einschaltung von Zwischenstücken. Beispiele für einen Protheseneinsatz sind in der EP 2 420 212 A1, der EP 1 976 463 A1, der US 2005/0038525 A1 oder der EP 2 688 522 B1 beschrieben. Problematisch bei Prothesenfußeinsätzen aus dem Stand der Technik ist der gegebenenfalls benötigte Bauraum, ein unbefriedigendes Einsinkverhalten, ein ungleichmäßiges Abrollverhalten und Schwierigkeiten beim Ausgleichen von Unebenheiten. Darüber hinaus sind teilweise komplexe Formgebungen notwendig, die die Herstellkosten erhöhen und Schwierigkeiten bei der optimalen Materialausnutzung bereiten. Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, einen Prothesenfußeinsatz bereitzustellen, der bei einem kleinen Bauraum eine optimale Materialausnutzung bei einem einfachen Aufbau ermöglicht. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch einen Prothesenfußeinsatz mit den Merkmalen des Hauptanspruchs gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen, der Beschreibung sowie den Figuren offenbart. Der Prothesenfußeinsatz mit einer proximalen Befestigungseinrichtung zum Festlegen des Prothesenfußeinsatzes an einer Proximalkomponente, einem distal zu der Befestigungseinrichtung angeordneten und mit der Befestigungseinrichtung gekoppelten Halter, einem elastischen Fersenelement, das an dem Halter angeordnet, insbesondere befestigt ist und eine Hauptfeder, die sich in einen Vorderfußbereich erstreckt und mit dem Halter gekoppelt ist, sieht vor, dass die Hauptfeder an dem Fersenelement zwischen einer proximalen Fersenkomponente und einer distalen Fersenkomponente gelagert ist. Der Halter und die Befestigungseinrichtung können einstückig gemeinsam ausgebildet oder als separate Komponenten aneinander festgelegt sein, beispielsweise verschraubt, verklebt, verrastet oder verschweißt. Das Fersenelement ist dem Halter zugeordnet, insbesondere angeschraubt, angeklebt, aufgesteckt, verrastet, verschweißt oder auf eine andere Art und Weise Kräfte und/oder Momente übertragend an dem Halter angeordnet oder festgelegt sein. Das Fersenelement ist somit zweigeteilt, wobei eine distale Fersenkomponente bodenseitig oder distal zu der Hauptfeder wirksam ist, während eine obere, proximale Fersenkomponente in Richtung auf den Halter wirksam ist. Dadurch ist es möglich, eine Reihenschaltung der beiden Fersenkomponenten bei einer Fersenbelastung zu realisieren, wodurch beide Fersenkomponenten wirksam werden. Dadurch ist es möglich, die Stoßbelastung bei einem Fersenauftritt angenehm zu dämpfen. Während der gesamten Druckbelastung des Fersenelementes während des Gehens oder Stehens wirken beide Fersenkomponenten zusammen. Bei einer Vorfußbelastung wirkt die Hauptfeder zusammen mit der distalen Fersenkomponente, wodurch sich eine Doppelnutzung und dadurch eine verbesserte Materialausnutzung ergeben. Der Prothesenfußeinsatz kann als Basis für sonstige Aufbauten wie ein mechatronisches Gelenk, ein ML-Adapter, ein Adapter zum Einstellen der Absatzhöhen, eine hydraulische Gelenkeinheit oder dergleichen eingesetzt werden. Die distale Fersenkomponente kann in einer Variante der Erfindung starr ausgebildet sein, wobei die proximale Fersenkomponente an dem Halter und der Hauptfeder festgelegt ist. Die proximale Fersenkomponente ist Druckkräfte übertragend und Zugkräfte übertragend an dem Halter und der Hauptfeder festgelegt, beispielsweise festgeklebt, verschwe