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EP-4737010-A1 - MEAT GRINDER KNIFE WITH INTERCHANGEABLE BLADES ARRANGED ON BOTH SIDES AND KNIFE ARRANGEMENT IN A MEAT GRINDER

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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Fleischwolfmesser (10) mit einem Messerträger (12), welcher eine Eintrittsseite (E) und eine Austrittsseite (A) aufweist, wobei der Messerträger (12) auf der Eintrittsseite (E) und auf der Austrittsseite (A) jeweils mindestens einen Messerflügel (14) aufweist und wobei in den mindestens einen Messerflügel (14) jeweils mindestens eine Klinge (16) auswechselbar angeordnet ist, wobei die Klinge (16) eine Schneidenseite (18) und einen der Schneidenseite (18) gegenüberliegenden Klingenrücken (20) aufweist und wobei für die Anordnung der Klinge (16) in dem Messerflügel (14) eine Nut (22) in dem Messerflügel (14) ausgebildet ist. Die Klingen (16) auf der Eintrittsseite (E) und auf der Austrittsseite (A) sind jeweils insoweit pendelnd gelagert, als der Klingenrücken (20) und/oder der Nutgrund (24) bogenförmig derart gestaltet ist/sind, dass der Klingenrücken (20) mit einem mittleren Abschnitt auf dem Nutgrund (24) pendelnd schwenken und/oder abgleiten kann.

Inventors

  • ULRICH, FRANK
  • Kirchner, Daniel
  • HANFT, STEFFEN

Assignees

  • turbocut Jopp GmbH

Dates

Publication Date
20260506
Application Date
20250918

Claims (15)

  1. Fleischwolfmesser (10) mit einem Messerträger (12), welcher eine Eintrittsseite (E) und eine Austrittsseite (A) aufweist, wobei der Messerträger (12) auf der Eintrittsseite (E) und auf der Austrittsseite (A) jeweils mindestens einen Messerflügel (14) aufweist und wobei in den mindestens einen Messerflügel (14) jeweils mindestens eine Klinge (16) auswechselbar angeordnet ist, wobei die Klinge (16) eine Schneidenseite (18) und einen der Schneidenseite (18) gegenüberliegenden Klingenrücken (20) aufweist und wobei für die Anordnung der Klinge (16) in dem Messerflügel (14) eine Nut (22) in dem Messerflügel (14) ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Klingen (16) auf der Eintrittsseite (E) und auf der Austrittsseite (A) jeweils insoweit pendelnd gelagert sind, als der Klingenrücken (20) und/oder der Nutgrund (24) bogenförmig derart gestaltet ist/sind, dass der Klingenrücken (20) mit einem mittleren Abschnitt auf dem Nutgrund (24) pendelnd schwenken und/oder abgleiten kann.
  2. Fleischwolfmesser (10) nach dem vorstehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass beidseitig identisch gestaltete Klingen (16) eingesetzt sind.
  3. Fleischwolfmesser (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ecken im Nutgrund (24) eine Freistellung (46) aufweisen.
  4. Fleischwolfmesser (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Klinge (16) einen konstruktiv vorgegebenen Drehbereich oder konstruktiv vorgegebenen Bewegungsspielraum für die Schwenkbewegung aufweist.
  5. Fleischwolfmesser (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehbereich oder Bewegungsspielraum außermittig derart vorgesehen ist, dass die Klinge (16) nur in einer Richtung bestimmungsgemäß in den Messerträger (12) einsetzbar ist.
  6. Fleischwolfmesser (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klingen (16) magnetisch, durch Reibkraft und/oder formschlüssig derart innerhalb der Nut (22) befestigt sind, dass diese bei der Montage des Fleischwolfmessers (10) in einem Fleischwolf nicht herausfallen, aber während des Schneidprozesses pendelnd beweglich bleiben.
  7. Fleischwolfmesser (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klingen (16) gegenüber einer Außenfläche des Messerträgers (12) 4 bis 5 mm herausragend angeordnet sind.
  8. Fleischwolfmesser (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Nut (22) auf der Eintrittsseite (E) und mindestens eine Nut (22) auf der Austrittsseite (A) zumindest teilweise in der gleichen radialen Schnittebene derart angeordnet sind, dass eine Stegdicke von mindestens 3 mm zwischen den Nuten (22) verbleibt.
  9. Fleischwolfmesser (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klinge (16) und die Nut (22) jeweils derart aufeinander abgestimmt sind, dass bei in die Nut (22) eingesetzter Klinge (16) eine an der Klinge (16) ausgebildete Fase (30) relativ zu einer senkrecht zur Förderrichtung stehenden Ebene einen Freiwinkel α zwischen 5° und 15° aufweist.
  10. Fleischwolfmesser (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klinge (16) und die Nut (22) jeweils derart aufeinander abgestimmt sind, dass bei in die Nut (22) eingesetzter Klinge (16) der zwischen einer zur Klingenspitze führenden Längsseite der Klinge (16) und einer senkrecht zur Förderrichtung stehenden Ebene gebildete Keilwinkel β zwischen 45° und 55° beträgt.
  11. Fleischwolfmesser (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut (22) derart ausgebildet ist, dass die Klinge (16) mit einem Schneidwinkel γ zwischen 50° und 60° in die Nut (22) einsetzbar ist.
  12. Fleischwolfmesser (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine an der Klinge (16) ausgebildete Fase (30) eine Länge zwischen 4 mm und 5 mm aufweist und/oder dass die Dicke der Klinge (16) zwischen 3,5 mm und 4,5 mm beträgt und/oder dass die Klinge (16) aus einem härtbaren und magnetisierbaren Messerstahl hergestellt ist.
  13. Fleischwolfmesser (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es sich um ein für ein glattes System vorgesehenes Fleischwolfmesser (10) handelt.
  14. Anordnung eines Fleischwolfmessers (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 13 in einem Fleischwolf derart zwischen einer ersten, eintrittsseitig angeordneten Lochscheibe (38) und zwischen einer zweiten, austrittsseitigen Lochscheibe (38), dass die mindestens eine eintrittsseitig angeordnete Klinge (16) und die mindestens eine austrittsseitige Klinge (16) zumindest teilweise an der Lochscheibe (38) anliegend angeordnet sind.
  15. Anordnung nach dem vorstehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge und Anordnung der Klinge (16) derart ausgelegt sind, dass sich die Klinge (16) im Endmontagezustand vollständig über den Schneidbereich erstreckt, welcher auf der ersten Lochscheibe (38) und der zweiten Lochscheibe (38) durch die Anordnung der Durchgangsöffnungen (42) vorgegeben ist.

Description

Die Erfindung betrifft ein Fleischwolfmesser mit beidseitig angeordneten Wechselklingen sowie eine Messeranordnung mit einem solchen Messer in einem Fleischwolf. Aus der Praxis sind Fleischwolfmesser bekannt, die eine Eintrittsseite und eine Austrittsseite aufweisen, wobei die Förderrichtung innerhalb eines Fleischwolfs diejenige Richtung ist, in welche zu zerkleinerndes Gut gefördert wird. Dabei wird das zu zerkleinernde Gut, insbesondere Frischfleisch, jeweils von der Eintrittsseite zur Austrittsseite des jeweiligen Schneidsatzteils befördert. Das die Erfindung betreffende Fleischwolfmesser weist mindestens eine Klinge auf der Eintrittsseite und mindestens eine Klinge auf der Austrittsseite auf, wobei die Klingen auswechselbar angeordnet sind. Solche auswechselbar angeordneten Klingen werden auch als Wechselklingen bezeichnet. Ferner betrifft die Erfindung eine Messeranordnung in einem Fleischwolf mit zwei Lochscheiben und einem Fleischwolfmesser, das zwischen diesen Lochscheiben und unmittelbar benachbart zu diesen angeordnet ist. Es wird insoweit auch auf Fleischwölfe mit einer solchen Anordnung und auf die Verwendung solcher Fleischwölfe zum Zerkleinern von Frischfleisch und/oder anderen Lebensmitteln oder Stoffen verwiesen. Aus DE 625 914 A ist ein Messer für Fleischwölfe bekannt, welches eine oder mehrere, auswechselbare, sich selbst einstellende Klinge(n) aufweist. Dabei weisen die Klingen rückseitig eine kreisbogenförmige Kontur auf und sind derart angeordnet, dass sie den Messerträger vollständig durchdringen und beidseitig aus dem Messerträger herausragend angeordnet sind. Nachteilig ist, dass die Klingen unzureichend gegen Herausfallen gesichert sind und bei der Montage eines Schneidsatzes herausfallen können. Weiter nachteilig ist, dass die Klingen den Messerträger im mittleren Bereich vollständig durchdringend angeordnet sind und dass aufgrund der Art der Anordnung der Klingen die Krafteinleitung im Bereich der jeweiligen Klingenspitze auf der Eintrittsseite und auf der Austrittsseite des Messers - in radialer Richtung betrachtet - an unterschiedlichen Stellen erfolgt. Aus DE 802 044 A ist ein Fleischwolfmesser mit auswechselbaren Klingen bekannt, bei welchem die Klingen mit Hilfe eines federnd in den Messerträger eingesetzten Klemmkörpers festgespannt werden. Diese Klingen sind mit Hilfe unterer und oberer Nasen gesichert und ragen jeweils einseitig in den Messerträger hinein. Nachteilig ist die relativ aufwändige Montage, bei der die Klingen zunächst mit einem gegabelten Ende unter obere Nasen geschoben, dann verschwenkt und anschließend die Klingen mit ihrem gegenüberliegenden Ende unter untere Nasen geschoben werden. Zu der Form der Klingen ist nichts beschrieben oder gezeigt. Die Messerträger der in DE 625 914 A und DE 802 044 A offenbarten Fleischwolfmesser sind jeweils dreiflügelig ausgebildet. Die in DE 625 914 A und DE 802 044 A offenbarten Fleischwolfmesser aus den Jahren 1932 und 1949 haben sich in der Praxis nicht durchgesetzt. Aus DE 10 2008 019 812 A1 ist ein Wolfmesser der Anmelderin mit eingesetzten Klingen bekannt, bei welchem Klingen mit daran ausgebildeten Schneiden nur einseitig jeweils in eine in einem Messerflügel ausgebildete Nut eingesetzt werden. Dabei erfolgt die Fixierung der Klingen auf der der Schneide gegenüberliegenden Seite mit Hilfe von Formelementen. Die Formelemente wirken mit im Nutgrund ausgebildeten negativen Formelementen derart, dass eine Verschiebung der Klinge in Längsachse der Nut bzw. Längsachse der Klinge verhindert wird. Das in DE 10 2008 019 812 A1 offenbarte Messer wurde in der Praxis ausschließlich als Vorzerkleinerer eingesetzt. Solche Vorzerkleinerer werden in einem Fleischwolf in Förderrichtung betrachtet als erstes Schneidsatzelement vor einer ersten Lochscheibe eingesetzt. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Messer mit beidseitig angeordneten Wechselklingen sowie eine Messeranordnung in einem Fleischwolf zur Verfügung zu stellen, mit welchen eine qualitativ hochwertige Schneidleistung erbringbar ist. Ferner sollen die Klingen des Messers leicht auswechselbar sein. Ein erfindungsgemäßes Fleischwolfmesser weist einen Messerträger auf, welcher eine Eintrittsseite und eine Austrittsseite aufweist. Dabei kann der Messerträger ein- oder mehrteilig ausgebildet sein. Vorzugsweise ist der Messerträger einteilig ausgebildet und als Gussteil hergestellt. Weiter vorzugsweise weist der Messerträger einen kreisförmigen Stützring auf, der die Außenseiten der Messerflügel jeweils kreisbogenförmig miteinander verbindet. Der Messerträger eines erfindungsgemäßen Fleischwolfmessers weist auf der Eintrittsseite und auf der Austrittsseite jeweils mindestens einen Messerflügel auf. Dabei ist in den mindestens einen Messerflügel jeweils mindestens eine Klinge auswechselbar angeordnet, wobei die Klinge eine Schneidenseite und einen der Schneidenseite gegenüberliegenden Klingenrücken aufweist und wobei für die Anordnung der Klinge in dem Messerflügel eine