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EP-4737047-A1 - PLANT AND METHOD FOR IN-LINE PRODUCTION OF A BLANK FROM A WEB MATERIAL

EP4737047A1EP 4737047 A1EP4737047 A1EP 4737047A1EP-4737047-A1

Abstract

Anlage (10) zur In-Line-Herstellung eines Zuschnitts (50, 52, 54) aus einem Bahnmaterial, umfassend eine Produktionseinrichtung (20) zur Herstellung einer Endlosbahn (30) des Bahnmaterials und eine Schneidvorrichtung (40) zum Ausschneiden des Zuschnitts (50, 52, 54) aus der Endlosbahn (30), die stromabwärts der Produktionseinrichtung (20) angeordnet ist und zumindest einen Schneidkopf (44) umfasst, der zumindest quer zur Laufrichtung (x) der Endlosbahn (30) über diese hinweg beweglich ist, wobei der Betrieb der Schneidvorrichtung (40) in Abhängigkeit von der Laufgeschwindigkeit der Endlosbahn (30) steuerbar ist.

Inventors

  • KIESSNER, HANKO
  • SCHEIDT, MARKUS

Assignees

  • Gebr. Scheidt GmbH
  • Kiessner, Hanko

Dates

Publication Date
20260506
Application Date
20241030

Claims (12)

  1. Anlage (10) zur In-Line-Herstellung eines Zuschnitts (50, 52, 54) aus einem Bahnmaterial, umfassend eine Produktionseinrichtung (20) zur Herstellung einer Endlosbahn (30) des Bahnmaterials und eine Schneidvorrichtung (40) zum Ausschneiden des Zuschnitts (50, 52, 54) aus der Endlosbahn (30), die stromabwärts der Produktionseinrichtung (20) angeordnet ist und zumindest einen Schneidkopf (44) umfasst, der zumindest quer zur Laufrichtung (x) der Endlosbahn (30) über diese hinweg beweglich ist, wobei der Betrieb der Schneidvorrichtung (40) in Abhängigkeit von der Laufgeschwindigkeit der Endlosbahn (30) steuerbar ist.
  2. Anlage (10) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneidkopf (44) zusätzlich in und/oder entgegen der Laufrichtung (x) der Endlosbahn (30) beweglich ist.
  3. Anlage (10) gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneidkopf (44) entlang einer Führungsschiene (42), die sich senkrecht zur Laufrichtung (x) der Endlosbahn (30) über diese hinweg erstreckt, verschiebbar ist.
  4. Anlage (10) gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneidkopf (44) mittels einer an der Führungsschiene angebrachten weiteren Führungseinrichtung (46, 48) in und/oder entgegen der Laufrichtung (x) der Endlosbahn (30) verschiebbar ist, der die Führungsschiene (42) selbst gemeinsam mit dem Schneidkopf (44) in und/oder entgegen der Laufrichtung (x) der Endlosbahn (30) verschiebbar ist.
  5. Anlage (10) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneidkopf (44) dazu vorgesehen ist, das Bahnmaterial durch mechanische Einwirkung, durch thermische Einwirkung oder durch eine Kombination aus mechanischer und thermischer Einwirkung zu durchtrennen.
  6. Anlage (10) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneidkopf (44) als Laserschneidkopf ausgebildet ist.
  7. Anlage (10) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Produktionseinrichtung (20) eine Extrusionseinrichtung umfasst.
  8. Verfahren zur In-Line-Herstellung eines Zuschnitts (50, 52, 54) aus einem Bahnmaterial, umfassend die folgenden Schritte: - Herstellung einer Endlosbahn (30) des Bahnmaterials, - Ausschneiden des Zuschnitts (50, 52, 54) aus der Endlosbahn (30) mittels einer Schneidvorrichtung (40) mit zumindest einem Schneidkopf (44), der zumindest quer zur Laufrichtung (x) der Endlosbahn (30) über diese hinweg beweglich ist, wobei der Betrieb der Schneidvorrichtung (40) in Abhängigkeit von der Laufgeschwindigkeit der Endlosbahn (30) gesteuert wird.
  9. Verfahren gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneidkopf (44) zusätzlich in und/oder entgegen der Laufrichtung (x) der Endlosbahn (30) bewegt wird.
  10. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneidkopf (44) während des Schneidvorgangs das Bahnmaterial durch mechanische Einwirkung, durch thermische Einwirkung oder durch eine Kombination aus mechanischer und thermischer Einwirkung durchtrennt.
  11. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneidkopf (44) das Bahnmaterial durch Laserschneiden durchtrennt.
  12. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Endlosbahn (30) des Bahnmaterials durch Extrusion hergestellt wird.

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anlage zur In-Line-Herstellung eines Zuschnitts aus einem Bahnmaterial sowie ein entsprechendes Verfahren. Für verschiedene Anwendungszwecke, beispielsweise für Verpackungen, sind Bahnmaterialien bekannt, die als Endlosbahnen produziert werden. Beispielsweise sind Materialien aus Kunststoff bekannt, etwa aus Polypropylen (PP), die im Extrusionsverfahren rationell als Endlosmaterial herzustellen sind. Solche Bahnmaterialien aus Kunststoff können auch als Hohlkammer-Stegplatten extrudiert werden, die in ihrem Inneren eine Hohlkammerstruktur aufweisen. Bekannt sind außerdem Bahnmaterialien aus Vollpappe oder Wellpappe, wobei letztere ebenfalls einer Innenprofilstruktur aufweist. In den bisher üblichen Produktionsanlagen werden solche Endlosbahnen aus Kunststoff- oder Papiermaterialien am Ende der Herstellungslinie in rechteckige Bögen geschnitten oder auch zu Rollen aufgewickelt und anschließend zu einer separaten Anlage zur Weiterverarbeitung transportiert. Bei einer solchen Anlage handelt es sich beispielsweise um eine Stanzvorrichtung, in welcher mit Hilfe artikeltypischer Stanzformen Zuschnitte in verschiedenen Größen und Formen ausgestanzt werden. Nachteilig ist hierbei, dass der Verarbeitungsprozess durch das Sammeln der Bögen (oder auch das Aufrollen der Endlosbahn) zum Weitertransport unterbrochen werden muss. Es findet also keine kontinuierliche Verarbeitung statt. Ferner führt die Erzeugung der Zuschnitte durch Stanzformen zu einer relativ großen Menge an Verschnitt, da es nicht immer möglich ist, eine geometrisch optimale Verteilung der Zuschnitte über diese Fläche zur Minimierung der Zuschnittsreste zu erreichen. Insbesondere muss beim Stanzen stets ein Rand zum Greifen des Materialbogens verbleiben, der nicht für den Zuschnitt des Produkts verwendet werden kann. Dies erhöht den Materialverbrauch und damit die Kosten. Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Anlage zur Herstellung eines Zuschnitts aus einem Bahnmaterial zu schaffen, welche eine kontinuierliche Produktion und Weiterverarbeitung des als Endlosbahn vorliegenden Materials bei geringerem Verschnitt ermöglicht, so dass eine Materialersparnis und infolgedessen auch eine Kosten- und Ressourcenersparnis erzielt wird. Diese Aufgabe wird durch eine Anlage mit den Merkmalen des Anspruchs 1 durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 9 gelöst. Die erfindungsgemäße Anlage dient zur In-Line-Herstellung eines Zuschnitts aus einem Bahnmaterial, d.h., das Bahnmaterial wird kontinuierlich produziert und auch weiterverarbeitet. Hierzu umfasst die erfindungsgemäße Anlage eine Produktionseinrichtung zur Herstellung einer Endlosbahn des Bahnmaterials und eine Schneidvorrichtung zum Ausschneiden des Zuschnitts aus der Endlosbahn, die stromabwärts der Produktionseinrichtung angeordnet ist und zumindest ein Schneidkopf umfasst, der zumindest quer zur Laufrichtung der Endlosbahn über diese hinweg beweglich ist. Der Betrieb der Schneidvorrichtung ist in Abhängigkeit von der Laufgeschwindigkeit der Endlosbahn steuerbar. Der Schneidvorgang kann somit synchron zur Produktion der Endlosbahn erfolgen. Zu diesem Zweck kann die Schneidvorrichtung unmittelbar stromabwärts der Produktionseinrichtung angeordnet sein, beispielsweise unmittelbar hinter einem Extruder für Hohlkammerstegplatten aus Polypropylen. Der Schneidkopf kann dann unmittelbar über die Oberfläche der Endlosbahn bewegt werden, um den Schneidvorgang auszuführen. Eine Bewegung "zumindest quer zur Laufrichtung der Endlosbahn" ist hierbei eine Bewegung, die zumindest eine Komponente senkrecht zu der Laufrichtung der Endlosbahn beinhaltet. Weitere Bewegungskomponenten werden hierdurch nicht ausgeschlossen, so dass der Schneidkopf sich frei über die Ebene der produzierten Endlosbahn bewegen und der zu erzeugenden Kontur des Zuschnitts folgen kann. Die Steuerung der Schneidvorrichtung, insbesondere des Schneidkopfs, in Abhängigkeit von der Laufgeschwindigkeit der Endlosbahn kann durch eine Steuereinrichtung realisiert werden, welche die Laufgeschwindigkeit durch geeignete Sensoren misst und diese als Eingangsgröße für die Steuerung der Schneidvorrichtung verwendet. Der Betrieb der Produktionseinrichtung und der Schneidvorrichtung sind dann unmittelbar aneinander gekoppelt, so dass die In-Line-Herstellung des Zuschnitts möglich wird. Die Zuschnitte des Bahnmaterials werden also innerhalb einer einzigen Anlage erzeugt. Es ist nicht notwendig, das Bahnmaterial in einem Zwischenschritt in Bögen oder Rollen zu sammeln und zu einer getrennten Anlage zur Weiterverarbeitung zu transportieren. Zudem bietet das Zuschneiden mittels eines Schneidkopfes gegenüber einer Stanzvorrichtung den Vorteil, dass die Zuschnitte platzsparend auf der Endlosbahn angeordnet werden können und die volle Breite der Endlosbahn hierfür genutzt werden kann. Es entsteht deutlich weniger Verschnitt und Material wird eingespart. Im Folgenden werden bevorzugte Ausführungsformen d