EP-4737063-A2 - COMPACT RIVETER
Abstract
Die vorliegende Offenbarung umfasst ein Nietgerät (1) mit einem Gerätegehäuse (5), einem Nietwerkzeug (10) und einer Antriebseinrichtung (30) in dem Gerätegehäuse (5) zum Betätigen des Nietwerkzeugs (10). Das Nietwerkzeug (10) hat ein Mundstück (11) und eine gegenüber dem Mundstück (11) entlang einer Wirkachse (W) bewegbare Dornaufnahme (12). Die Antriebseinrichtung (30) hat eine ein Bewegungsgewinde (33.3) aufweisende Gewindespindel (33), welche mit der Dornaufnahme (12) wirkverbunden und eingerichtet ist, entlang der Wirkachse (W) bewegt zu werden. Die Gewindespindel (33) ist als Hohlspindel mit einem in Richtung ihrer Längserstreckung verlaufenden Durchgang (40) ausgebildet und in Eingriff mit einer Spindelmutter (34) eines Spindelgetriebes (32). Die Antriebseinrichtung (30) hat einen Elektromotor (31) und eine zwischen dem Elektromotor (31) und dem Spindelgetriebe (32) zwischengeschaltete Untersetzungsstufe (37) mit einer Zwischenwelle (38). In axialer Richtung ist die Untersetzungsstufe (37) zwischen der Spindelmutter (34) und einem Wandungsabschnitt (7) des Gerätegehäuses (5) angeordnet. Zur Verbesserung der Kompaktheit ist es vorgesehen, dass die Zwischenwelle (38) über ein Radiallager (46) gehäusefest bezüglich des Gerätegehäuses (5) radial gelagert ist und das Radiallager (46) auf der dem Wandungsabschnitt (7) abgewandten Seite der Untersetzungsstufe (37) vorliegt.
Inventors
- Kölm, Robert
Assignees
- SFS Group Germany GmbH
Dates
- Publication Date
- 20260506
- Application Date
- 20230629
Claims (11)
- Nietgerät (1), umfassend ein Gerätegehäuse (5), ein Nietwerkzeug (10) mit einem Mundstück (11) und einer gegenüber dem Mundstück (11) entlang einer Wirkachse (W) bewegbaren Dornaufnahme (12), eine Antriebseinrichtung (30) in dem Gerätegehäuse (5) zum Betätigen des Nietwerkzeuges (10) mit einer ein Bewegungsgewinde (33.3) aufweisenden Gewindespindel (33), welche mit der Dornaufnahme (12) wirkverbunden und eingerichtet ist, entlang der Wirkachse (W) bewegt zu werden, wobei die Gewindespindel (33) als Hohlspindel mit einem in Richtung ihrer Längserstreckung verlaufenden Durchgang (40) ausgebildet ist und die Gewindespindel (33) in Eingriff mit einer Spindelmutter (34) eines Spindelgetriebes (32) ist und die Antriebseinrichtung (30) einen Elektromotor (31) und eine zwischen dem Elektromotor (31) und dem Spindelgetriebe (32) zwischengeschaltete Untersetzungsstufe (37) mit einer Zwischenwelle (38) aufweist, wobei in axialer Richtung die Untersetzungsstufe (37) zwischen der Spindelmutter (34) und einem Wandungsabschnitt (7) des Gerätegehäuses (5) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenwelle (38) über ein Radiallager (46) gehäusefest bezüglich des Gerätegehäuses (5) radial gelagert ist und das Radiallager (46) auf der dem Wandungsabschnitt (7) abgewandten Seite der Untersetzungsstufe (37) vorliegt.
- Nietgerät nach Anspruch 1, wobei ein Getriebeelement (37.1) der Untersetzungsstufe (37) an der Zwischenwelle (38) im Bereich eines dem Wandungsabschnitt (7) zugewandten freien Endes der Zwischenwelle (38) angeordnet ist.
- Nietgerät nach Anspruch 2, wobei das Getriebeelement (37.1) ein Stirnrad ist.
- Nietgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Untersetzungsstufe (37) eine Stirnradstufe ist und die zugehörigen Getriebeelemente Stirnradgetrieberäder sind.
- Nietgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei an dem Wandungsabschnitt (7) ein Rohrelement (50) befestigt ist, über welches ein Dornkanal vom dem Durchgang (40) der Gewindespindel (33) zu einem Auffangbehälter (60) des Nietgeräts (1) gebildet ist, und wobei der Wandungsabschnitt (7) eine Innenseite (7.2) und eine gegenüberliegende Außenseite (7.3) hat und die Innenseite (7.2) der Gewindespindel (33) zugewandt ist.
- Nietgerät nach Anspruch 5, wobei der Wandungsabschnitt (7) quer, insbesondere orthogonal zur Rohrachse des Rohrelements (50) verläuft.
- Nietgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Elektromotor (31) eine rotierbare Abtriebswelle (31.1) hat, und in radialer Richtung bezüglich der Spindelachse (S) der Gewindespindel (33) die Zwischenwelle (38) zwischen der Abtriebswelle (31.1) und der Gewindespindel (33) vorliegt.
- Nietgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Nietgerät (1) ein Handnietgerät ist und ein Griffteil (2) hat, welches an dem Gerätegehäuse (5) ausgebildet ist.
- Blindniet-Setzgerät (100), umfassend ein Nietgerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 mit einem in der Dornaufnahme (12) des Nietgerätes (1) aufgenommenem Nietdorn (120) eines zu setzenden Blindniets (110).
- Blindnietmutter-Setzgerät (200), umfassend ein Nietgerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 mit einem in der Dornaufnahme (12) des Nietgerätes (1) aufgenommenem Gewindenietdorn (220) für eine zu setzende Blindnietmutter (210).
- Blindnietschraube-Setzgerät (300), umfassend ein Nietgerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 mit einem in der Dornaufnahme (12) des Nietgerätes (1) aufgenommenem Gewindenietdorn (320) einer zu setzenden Blindnietschraube (310).
Description
Die vorliegende Offenbarung betrifft ein Nietgerät und insbesondere ein Blindniet-Setzgerät, ein Blindnietmutter-Setzgerät und ein Blindnietschraube-Setzgerät. Nietgeräte werden üblicherweise eingesetzt, um eine Nietverbindung zwischen zwei oder mehr Materialien, wie beispielsweise Blechen, an einer Verbindungsstelle herzustellen, an der die Materialien aneinander liegen. Zur Ausbildung der Nietverbindung wird ein plastisch verformbares, meist zylindrisches Verbindungselement genutzt, welches im Allgemeinen als Niet bezeichnet wird. Der Niet hat gewöhnlich an einem Ende einen vorgefertigten Setzkopf. Zur Herstellung der Nietverbindung wird der Niet in ein an der Verbindungsstelle vorliegendes Verbindungsloch bis zum Setzkopf eingebracht und anschließend wird das andere Ende des Niets zu einem Schließkopf plastisch umgeformt. Nietgeräte können auch eingesetzt werden, um Bauteile mit geringer Wandstärke mit Gewinde auszustatten. Dafür werden Nietmuttern oder Nietschrauben genutzt, bei denen ein Niet mit einem Gewinde aufweisenden Element kombiniert ist. Die Nietmuttern bzw. Nietschrauben werden in ein vorgefertigtes Nietloch des Bauteils eingebracht und anschließend wird ein Bereich des Niets zu einem Schließkopf plastisch umgeformt. Gebräuchliche Nietgeräte umfassen üblicherweise ein Nietwerkzeug, welches dazu eingerichtet ist, eine den Schließkopf ausbildende plastische Umformung zu bewirken. Zum Betätigen des Nietwerkzeugs weisen die Nietgeräte eine in einem Gerätegehäuse untergebrachte Antriebseinrichtung auf. Die Antriebseinrichtung ist häufig elektromechanisch und umfasst beispielsweise einen Elektromotor und ein als Kugelgewindetrieb ausgebildetes Spindelgetriebe mit einer Gewindespindel und einer Spindelmutter. Üblicherweise ist die Spindelmutter von dem Elektromotor angetrieben und die Gewindespindel ist über Drehmomentstützen gegen ein Verdrehen gesichert, so dass bei einer Drehung der Spindelmutter, die Gewindespindel sich axial verschiebt und dabei auf das Nietwerkzeug wirkt. Ein solches Nietgerät ist in der EP 0 527 414 A1 beschrieben. Das Nietgerät ist zum Blindnieten ausgebildet und eingerichtet, durch Ausüben einer Zugbewegung einen Nietdorn aus dem Nietkörper eines Blindniets unter einer einen Schließkopf erzeugenden Stauchung des Nietkörpers herauszuziehen, bis es zu einem Abreißen des Nietdorns kommt. Das abgerissene Nietdornstück kann über eine durchgehende Bohrung in der Gewindespindel und ein sich daran anschließendes Rohrelement in einen Auffangbehälter entsorgt werden. Bei diesem Nietgerät sind die Drehmomentstützen am Außenumfang der Gewindespindel befestigt, und zwar an einem dem Auffangbehälter zugewandten hinteren Ende der Gewindespindel. Durch die Drehmomentstützen ist im Bereich des hinteren Endes der Gewindespindel ein radialer Bauraum eingenommen, der in vertikaler Richtung des Nietgerätes hin zu dem Elektromotor größer als der Durchmesser der Gewindespindel im Bereich ihres Bewegungsgewindes ist. Bei diesem Nietgerät ist ferner das Rohrelement am Gerätegehäuse axial unverschiebbar befestigt. Dazu ist in eine Durchgangsöffnung des Gerätegehäuses eine Zwischenhülse axial verschiebefest eingelassen, an welcher einerseits im Zentrum das Rohrelement befestigt ist und andererseits eine Halterung für den Auffangbehälter angeschraubt ist. Zur Ausübung dieser Befestigungsfunktionen steht die Zwischenhülse von der Innenseite des Gerätegehäuses mit einem Längenabschnitt hervor und nimmt damit im Inneren des Gerätegehäuses axialen Bauraum ein. Im Zuge einer fortwährenden Weiterentwicklung kann ein Bedarf darin gesehen werden, die Kompaktheit eines Nietgerätes zu verbessern. Dem liegt die Erwartung zugrunde, dass eine verbesserte Kompaktheit das Erreichen schwer zugänglicher Nietstellen erleichtert, um dort einen Niet setzen zu können. Ferner liegt die Erwartung zugrunde, dass eine verbesserte Kompaktheit das Nietgerät gewichtsmäßig leichter und/oder handlicher macht. Eine Ausführungsform eines grundlegenden Nietgerätes umfasst ein Gerätegehäuse, ein Nietwerkzeug und eine Antriebseinrichtung, vorzugsweise in dem Gerätegehäuse, zum Betätigen des Nietwerkzeuges. Beispielsweise ist das Nietgerät, insbesondere das Nietwerkzeug, zum Blindnieten geeignet, bei dem mittels eines Nietdorns der Nietvorgang von einer Seite des mit einem Blindniet zu versehenden Materials durchgeführt wird. Anstelle eines Blindniets kann auch eine Blindnietmutter oder eine Blindnietschraube verwendet sein. Bevorzugt hat das Nietwerkzeug ein Mundstück und eine gegenüber dem Mundstück entlang bzw. in Richtung einer Wirkachse bewegbare Dornaufnahme. Beispielsweise umfasst die Dornaufnahme ein gegenüber dem Mundstück entlang bzw. in Richtung der Wirkachse bewegbares Futtergehäuse und wenigstens ein in dem Futtergehäuse entlang eines Spannweges bewegbares Spannelement, insbesondere Spannbacke. Bevorzugt hat die Antriebseinrichtung hat eine, vorzugsweise ein Bewegungsgewinde aufweisende Gewindespindel, welche mit der Dornau