EP-4737145-A1 - OMNIBUS
Abstract
Die Erfindung betrifft einen Omnibus (1) mit einem Innenraum und einer Klimatisierungseinrichtung, wobei der Innenraum des Omnibusses (1) in mehrere in Längsrichtung (L) des Omnibusses (1) zumindest teilweise abgeschlossene Raumbereiche (2.1 bis 2.8) oder Klimazonen (2.1 bis 2.8) unterteilt ist, wobei die Klimatisierungseinrichtung mindestens zwei Klimageräte aufweist, durch die die Klimazonen (2.1 bis 2.8) energetisch unterschiedlich beaufschlagbar sind, wobei eine Visualisierung zur Unterscheidung der Klimazonen (2.1 bis 2.8) angeordnet ist.
Inventors
- HERKOMMER, DOMINIK
- Haeringer, Marcel
Assignees
- Daimler Truck AG
Dates
- Publication Date
- 20260506
- Application Date
- 20251103
Claims (10)
- Omnibus (1) mit einem Innenraum und einer Klimatisierungseinrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass der Innenraum des Omnibusses (1) in mehrere in Längsrichtung (L) des Omnibusses (1) zumindest teilweise abgeschlossene Raumbereiche (2.1 bis 2.8) oder Klimazonen (2.1 bis 2.8) unterteilt ist, wobei die Klimatisierungseinrichtung mindestens zwei Klimageräte aufweist, durch die die Klimazonen (2.1 bis 2.8) energetisch unterschiedlich beaufschlagbar sind, wobei eine Visualisierung zur Unterscheidung der Klimazonen (2.1 bis 2.8) angeordnet ist.
- Omnibus (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Visualisierung mindestens ein in mindestens einem Einstiegsbereich (3) angeordnetes Display aufweist, das den Omnibus (1) skizzenhaft mit den unterschiedlichen Klimazonen (2.1 bis 2.8) abbildet.
- Omnibus (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die unterschiedlichen Klimazonen (2.1 bis 2.8) mit unterschiedlichen Farben markiert sind.
- Omnibus (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klimazonen (2.1 bis 2.8) statisch eingerichtet sind, wobei die Wände und/oder der Boden und/oder die Decke der Klimazonen (2.1 bis 2.8) mit voneinander verschiedenen Farben, insbesondere durch Lichtstreifen, gekennzeichnet sind, oder dass die Klimazonen (2.1 bis 2.8) dynamisch einrichtbar sind.
- Omnibus (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Komfort der Klimazonen (2.1 bis 2.8) durch eine Anpassung an vorgegebene Sollwerte der Temperatur und/oder der Luftfeuchtigkeit und/oder der Frischluftbeimischung der jeweiligen Klimazonen (2.1 bis 2.8) einstellbar ist.
- Omnibus (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klimazonen (2.1 bis 2.8) durch Trennwände (4) voneinander getrennt sind, wobei die Trennwände (4) insbesondere einen Durchgang (8) von einer zur anderen Klimazone (2.1 bis 2.8) aufweisen.
- Omnibus (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Brauchluftabführung nebeneinanderliegender Klimazonen (2.1 bis 2.8) aus dem Omnibus (1) und/oder eine Frischluftzuführung nebeneinanderliegender Klimazonen (2.1 bis 2.8) in den Omnibus (1) in deren Übergangsbereich nach dem Gleichstromprinzip erfolgt.
- Omnibus (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Kamera zur Überwachung der Klimazonen (2.1 bis 2.8) und zur Ermittlung einer Personenzahl der Passagiere angeordnet ist, wobei der Komfort der Klimatisierung so regelbar ist, dass bei höherer Personenzahl ein höherer Komfort eingestellt wird als bei niedriger Personenzahl.
- Omnibus (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Sensoren zur Überwachung der Belegung von Sitzplätzen (5) in den Klimazonen (2.1 bis 2.8) angeordnet sind, wobei der Komfort der Klimatisierung so regelbar ist, dass bei höherer Belegung ein höherer Komfort eingestellt wird als bei niedriger Belegung.
- Omnibus (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klimatisierung so regelbar ist, dass die Klimatisierung in einem leeren Raumbereich (2.1 bis 2.8) abgeschaltet wird.
Description
Die Erfindung betrifft einen Omnibus gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Bei Stadtbussen übersteigt der Verbrauch durch die Klimatisierung des Busses bei extremen Wetterbedingungen den Verbrauch durch die Fortbewegung. Zudem fahren Busse oft nur mit einem Bruchteil ihrer Kapazität, werden aber als Ganzes klimatisiert. Durch bedarfsgerechte Klimatisierung des Busses kann daher ein enormes Einsparpotential erschlossen werden. DE 196 25 925 A1 beschreibt einen Omnibus mit mehreren Klimatisierungseinheiten zur lokalen Erzeugung und Einspeisung einer aus Frischluft und/oder Umluft zusammengesetzten über wenigstens einen Wärmetauscher kühl- oder heizbaren Zuluft in einen Luftkanal, der über wenigstens eine Auslassöffnung mit dem Innenraum des Omnibusses verbunden ist. Dabei wird die Klimatisierung in einzelnen Klimazonen dadurch verbessert, dass zumindest einem Teil dieser Klimatisierungseinheiten eine mit einer Außenwand des Omnibusses in Verbindung stehende Abluftöffnung zugeordnet ist, über die mittels eines steuerbaren Sperrorgans zumindest ein Teil der dem Innenraum entnommenen Umluft über eine Außenwand des Omnibusses ins Freie abführbar ist. DE 10 2015 004 308 A1 beschreibt ein Verfahren zum Betreiben einer Omnibus-Klimaanlage, wobei ein Fahrgastraum des Omnibusses wenigstens eine Klimazone mit wenigstens einer Klimaeinstelleinrichtung aufweist, wobei in der Klimazone wenigstens ein Fahrgastplatz, insbesondere ein Sitzplatz und/oder ein Stehplatz, angeordnet ist. Dabei ist wenigstens eine Regel- und/oder Steuereinrichtung vorgesehen, mittels der die wenigstens eine Klimaeinstelleinrichtung in Abhängigkeit davon, ob der wenigstens eine Fahrgastplatz belegt ist oder nicht, selbsttätig gesteuert und/oder geregelt wird. Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen neuartigen Omnibus anzugeben. Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch einen Omnibus mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Es wird ein Omnibus mit einem Innenraum und einer Klimatisierungseinrichtung vorgeschlagen. Um den Omnibus möglichst bedarfsgerecht zu klimatisieren, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, dass der Innenraum des Omnibusses in mehrere in Längsrichtung des Omnibusses zumindest teilweise abgeschlossene Raumbereiche oder Klimazonen unterteilt ist, wobei die Klimatisierungseinrichtung mindestens zwei Klimageräte aufweist, durch die die Klimazonen energetisch unterschiedlich beaufschlagbar sind, wobei eine Visualisierung zur Unterscheidung der Klimazonen angeordnet ist. Gemäß der vorliegenden Erfindung ist der Bus in mehrere Temperaturbereiche aufgeteilt. Diese Temperaturbereiche sind so gewählt, dass natürliche Einflussfaktoren auf das Raumklima begünstigend wirken. Das bedeutet zum Beispiel, dass in der Nähe von Türen, wo der Luftaustausch naturgemäß größer ist, oder im Bereich eines Faltenbalges eines Gelenkbusses, wo die Isolation schlechter ist, ein niedrigeres Komfort-Niveau herrscht. Andererseits kann oberhalb von im Boden platzierten Batterien von einer höheren Temperatur ausgegangen werden. Die Bereiche werden durch harmonisierten Luftstrom und Glastrennwände getrennt. Ferner können die Bereiche durch ein Farbschema gekennzeichnet werden. Dieses Farbschema kann beispielsweise dynamisch in Form von LED-Streifen umgesetzt sein, wodurch es möglich wird, das Komfort Niveau in den einzelnen Zonen nach zu erwartender Passagierzahl zu variieren und zu kennzeichnen. Dabei bieten sich beispielsweise zwei Farbschemata an. In einem temperaturabhängigen Farbschema steht beispielsweise rot für warm und blau für kalt mit Zwischenstufen. In einem komfortabhängig Farbschema steht beispielsweise grün für hohen Komfort, lila für geringen Komfort und gelb für mittleren Komfort. Die Anzahl der Bereiche verschiedenen Komforts kann nach Bedarf geregelt werden. Der Verbrauch des Stadtbusses kann durch die erfindungsgemäße Lösung im Sommer und im Winter bei weiterhin gleichem Komfort-Niveau für weite Bereiche des Busses deutlich reduziert werden. Ferner wird den Bedürfnissen verschiedener Fahrgäste Rechnung getragen, die sich unterschiedliche Temperaturen wünschen. Der Farbcode dient als Erkennungsmerkmal. Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im Folgenden anhand von Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigen: Fig. 1:schematische Ansichten eines Omnibusses mit mehreren zumindest teilweise abgeschlossenen Raumbereichen oder Klimazonen,Fig. 2:schematische Ansichten eines als Gelenkbus ausgebildeten Omnibusses mit mehreren zumindest teilweise abgeschlossenen Raumbereichen oder Klimazonen, undFig. 3:eine schematische Ansicht mehrerer Klimazonen, die durch Trennwände voneinander abgegrenzt sind. Einander entsprechende Teile sind in allen Figuren mit den gleichen Bezugszeichen versehen. Figur 1 zeigt schematische Ansichten eines Omnibusses 1. Um den Omnibus 1 möglichst bedarfsgerecht zu klimatisieren, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, dass der Innenraum des Omnibusses