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EP-4737266-A2 - EXTERNAL CONTROL OF A RAIL VEHICLE FOR ESTABLISHING A CLUTCH READINESS

EP4737266A2EP 4737266 A2EP4737266 A2EP 4737266A2EP-4737266-A2

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen der Kupplungsbereitschaft eines Schienenfahrzeugs (10), mit: - Übermitteln einer Identifizierungsinformation des Schienenfahrzeugs (10) an eine fahrzeugexterne Steuervorrichtung (42); - Erzeugen eines Steuersignals (S) durch die Steuervorrichtung (42), wobei das Steuersignal (S) dazu eingerichtet ist, das Schienenfahrzeug (10) zum Herstellen von dessen Kupplungsbereitschaft zu veranlassen; - Übermitteln des Steuersignals (S) an das Schienenfahrzeug (10). Ferner betrifft die Erfindung eine Steuereinrichtung zum Herstellen der Kupplungsbereitschaft eines Schienenfahrzeugs (10).

Inventors

  • Dämmig, Andre

Assignees

  • ALSTOM Holdings

Dates

Publication Date
20260506
Application Date
20201118

Claims (9)

  1. Verfahren zum Herstellen der Kupplungsbereitschaft eines Schienenfahrzeugs (10), mit: - Übermitteln einer Identifizierungsinformation des Schienenfahrzeugs (10) an eine fahrzeugexterne Steuervorrichtung (42); - Erzeugen eines Steuersignals (S) durch die Steuervorrichtung (42), wobei das Steuersignal (S) dazu eingerichtet ist, das Schienenfahrzeug (10) zum Herstellen von dessen Kupplungsbereitschaft zu veranlassen; - Übermitteln des Steuersignals (S) an das Schienenfahrzeug (10), dadurch gekennzeichnet, dass sich das Schienenfahrzeug (10) zunächst in einem Ruhezustand befindet und durch die fahrzeugexterne Steuervorrichtung (42) auch ein Aufweck-Steuersignal (S1) zum Beenden des Ruhezustands erzeugt wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Ruhezustand umfasst, dass sich wenigstens ein Steuergerät (24) des Schienenfahrzeugs (10) in einem Ruhemodus befindet, der bei Erhalten des Aufweck-Steuersignals (S1) beendbar ist.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Ruhezustand umfasst, dass eine zentrale Fahrzeugsteuerung mit einem oder mehreren Steuergeräten abgeschaltet ist.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei durch Berücksichtigen der Identifizierungsinformation gewährleistet wird, dass tatsächlich das Schienenfahrzeug (10) das zum Herstellen der Kupplungsbereitschaft beabsichtigte Schienenfahrzeug ist.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei das Herstellen der Kupplungsbereitschaft wenigstens eine der folgenden Maßnahmen umfasst: - Freilegen einer Kupplung des Schienenfahrzeugs (10) von einer Kupplungsverkleidung (32); - Anordnen einer Kupplung des Schienenfahrzeugs (10) Kupplung in einer kupplungsbereiten Position.
  6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Steuereinrichtung (42) von einem Betriebsleitsystem (40) umfasst ist, das dazu eingerichtet ist, mit einer Mehrzahl von Schienenfahrzeugen (10) zu kommunizieren.
  7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei das Schienenfahrzeug (10) von einem weiteren Schienenfahrzeug identifiziert wird und das weitere Schienenfahrzeug darauf basierend ein Betriebsleitsystem veranlasst, das Schienenfahrzeug (10) aufzuwecken und/oder zum Herstellen der Kupplungsbereitschaft anzusteuern.
  8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei ermittelt wird, mit welcher aus einer Mehrzahl von Kupplungen (22) des Schienenfahrzeugs (10) die Kupplungsbereitschaft hergestellt werden soll.
  9. Anordnung zum Herstellen der Kupplungsbereitschaft eines Schienenfahrzeugs (10), insbesondere zur Ausführung des Verfahrens gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, mit: - wenigstens einem Schienenfahrzeug (10); - einer fahrzeugexternen Steuereinrichtung (42); wobei die Steuereinrichtung (42) basierend auf einer übermittelten Identifizierungsinformation des Schienenfahrzeugs (10) dazu eingerichtet ist, ein Steuersignal (S) zu erzeugen und an das Schienenfahrzeug (10) zu übermitteln, wobei das Steuersignal (S) dazu eingerichtet ist, das Schienenfahrzeug (10) zum Herstellen von dessen Kupplungsbereitschaft zu veranlassen, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Schienenfahrzeug (10) zunächst in einem Ruhezustand befindet und durch die fahrzeugexterne Steuervorrichtung (42) auch ein Aufweck-Steuersignal (S1) zum Beenden des Ruhezustands erzeugbar ist.

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Anordnung zum Herstellen einer Kupplungsbereitschaft bei einem Schienenfahrzeug. Schienenfahrzeuge werden bekanntermaßen aneinander gekuppelt, um als ein Verbund oder auch ein Zug aus mehreren Einzel-Schienenfahrzeugen oder einzelnen Teilzügen gemeinsam bewegt zu werden. Im Rahmen dieser Offenbarung kann unter einem Schienenfahrzeug allgemein eine Lokomotive, ein Waggon, ein Triebwagen oder ein Verbund aus mehreren Einzel-Schienenfahrzeugen (zum Beispiel ein Teilzug) verstanden werden. Ein solches Schienenfahrzeug kann mit wenigstens einem weiteren Schienenfahrzeug jeglicher der vorstehend genannten Beispiele gekuppelt werden (z.B. mit einem weiteren Verbund aus Einzel-Schienenfahrzeugen). Anders ausgedrückt fallen unter den Begriff Schienenfahrzeug im Rahmen dieser Offenbarung auch Teil-Verbindungen oder Teil-Züge, die miteinander zum Ausbilden eines größeren Verbundes oder größeren Zuges miteinander gekuppelt werden sollen. Die Kupplung erfolgt bevorzugt mechanisch. Sie ermöglicht allgemein das Übertragen einer Traktions- und/oder Zugkraft zwischen den Schienenfahrzeugen. In an sich bekannter Weise kann die Kupplung durch Ineingriffbringen von Kupplungen der miteinander zu kuppelnden Schienenfahrzeuge hergestellt werden. Bei den Kupplungen handelt es sich z.B. um mechanische Bauteile oder Baugruppen, die an bzw. in einem Endbereich (z.B. einer Vorder- oder Rückfront) des Schienenfahrzeugs angeordnet sind, insbesondere an einem freien Ende des Schienenfahrzeugs, das quer zu den Schienen verläuft. Die Kupplungen können in bekannter Weise ein zumindest teilautomatisches Kuppeln von Schienenfahrzeugen aneinander ermöglichen. Alternativ oder zusätzlich ist es aber auch möglich, dass die Kupplung das Herstellen einer elektrischen Verbindung und/oder signalübertragenden Verbindung (z.B. einer Datenverbindung) umfasst. Insbesondere im öffentlichen Nahverkehr werden je nach Passagieraufkommen mehrere Schienenfahrzeuge in Form von Teilzügen, die jeweils mehrere Einzelwaggons und/oder Triebwagen umfassen, bedarfsweise miteinander gekuppelt.. Insbesondere bei Kupplungen, die zunächst in eine Kuppelposition bewegt werden müssen, erfordert dies, dass sich beide Schienenfahrzeuge in einem betriebsbereiten Zustand befinden (also beispielsweise nicht in einem Ruhemodus) und dass beide Schienenfahrzeuge kupplungsbereit sind. Insbesondere kann dies erfordern, dass Kupplungen der Schienenfahrzeuge (also z.B. die entsprechende mechanische Baugruppe bzw. das mechanische Bauteil) in eine kupplungsbereite Position gebracht und z.B. ausgeschwenkt werden. Dies kann manuelle Eingriffe erfordern und/oder zumindest ein manuelles Aktivieren derartige Bewegungen aus einem Führerstand des Schienenfahrzeugs heraus. Gleiches gilt auch für den Fall, dass die Kupplung verkleidet ist und vor dem Ausfahren der Kupplung zunächst eine Verkleidung geöffnet werden muss. Im praktischen Betrieb tritt oftmals der Fall auf, dass ein Fahrzeugführer sich in einem der Schienenfahrzeuge befindet und damit zu einem anzukuppelnden weiteren Schienenfahrzeug fährt. Letzteres muss er z.B. durch Betreten von dessen Führerstand oder durch eine Schalthandlung von außen zunächst in einen kupplungsbereiten Zustand bringen. Dies birgt Sicherheitsrisiken, da der Fahrzeugführer zwischen den Schienenfahrzeugen wechseln muss bzw. erfordert gegebenenfalls zusätzliches Personal außerhalb des Fahrzeuges. Die DE 10 2016 220 215 A1 offenbart eine Lösung, um ein ausgefallenes Schienenfahrzeug mit funktionsfähigen Schienenfahrzeugen zu verkuppeln und einen neuen Zugverband zu bilden, wofür eine die Schienenfahrzeuge überwachende Zentraleinrichtung Steuersignale erzeugt. Die DE 10 2012 009 114 A1 offenbart das Austauschen von Daten zwischen zu kuppelnden Schienenfahrzeugen bereits vor dem mechanischen Kuppelvorgang, wobei mit Hilfe dieser Daten der Kupplungsvorgang unterstützt wird. Die DE 93 16 831 U1 offenbart eine Einrichtung zum Herstellen der Ablaufbereitschaft eines Eisenbahnfahrzeugs mit automatischer Kupplung sowie das Herstellen von dessen Kuppelbereitschaft. Gleiches gilt für die DE 44 41 396 C1. Die DE 10 2008 034 018 B3 offenbart eine Lösung zum Ermitteln des Kupplungszustandes einer Eisenbahnkupplung. Es besteht somit allgemein ein Bedarf dafür, das Kuppeln von Schienenfahrzeugen miteinander zu verbessern und insbesondere den erforderlichen Zeitaufwand zu verringern. Diese Aufgabe wird durch die Gegenstände der beigefügten unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben. Sämtliche der vorstehenden Merkmale und Erläuterungen können auch auf die vorliegende Lösung zutreffen bzw. bei dieser vorgesehen sein, sofern nicht anders angegeben oder ersichtlich. Erfindungsgemäß wurde erkannt, dass es vorteilhaft ist, insbesondere in den vorstehend geschilderten Betriebsszenarien ein Schienenfahrzeug sozusagen von extern bzw. von außen in einen kupplungsbereiten Zustand zu ve