EP-4737807-A1 - DOMESTIC APPLIANCE FOR A BUILDING, METHOD FOR MOUNTING A DOMESTIC APPLIANCE AND METHOD FOR OPERATING A DOMESTIC APPLIANCE
Abstract
Die Erfindung betrifft ein Haustechnikgerät (1) für ein Gebäude, mit einer direktelektrischen Wärmequelle (3) zum Beheizen des Gebäudes. Dabei ist vorgesehen, dass die Wärmequelle (3) zum Bereitstellen eines ersten Wärmeträgermediums bei einer ersten Temperatur strömungstechnisch an erste Mediumanschlüsse (6) des Haustechnikgeräts (1) und zum Bereitstellen eines von dem ersten Wärmeträgermedium verschiedenen zweiten Wärmeträgermediums bei einer zweiten Temperatur über einen Wärmeübertrager (16) kalorisch an eine zweite Mediumanschlüsse (7) des Haustechnikgeräts (1) miteinander verbindende Strömungsverbindung angeschlossen ist. Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zum Montieren eines Haustechnikgeräts (1) für ein Gebäude sowie ein Verfahren zum Betreiben eines Haustechnikgeräts (1) für ein Gebäude.
Inventors
- Mainka, David
- Pajkovic, Milos
- KAHL, SEBASTIAN
- Bartsch, Linda-Sabrina
- Claussen, Jörg
Assignees
- Uponor Innovation AB
Dates
- Publication Date
- 20260506
- Application Date
- 20241031
Claims (15)
- Haustechnikgerät (1) für ein Gebäude, mit einer direktelektrischen Wärmequelle (3) zum Beheizen des Gebäudes, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmequelle (3) zum Bereitstellen eines ersten Wärmeträgermediums bei einer ersten Temperatur strömungstechnisch an erste Mediumanschlüsse (6) des Haustechnikgeräts (1) und zum Bereitstellen eines von dem ersten Wärmeträgermedium verschiedenen zweiten Wärmeträgermediums bei einer zweiten Temperatur über einen Wärmeübertrager (16) kalorisch an eine zweite Mediumanschlüsse (7) des Haustechnikgeräts (1) miteinander verbindende Strömungsverbindung angeschlossen ist.
- Haustechnikgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmequelle (3) über eine erste Strömungsverbindung (14) an die ersten Mediumanschlüsse (6) und über eine zweite Strömungsverbindung (17) an den Wärmeübertrager (16) strömungstechnisch angeschlossen ist.
- Haustechnikgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Mediumanschlüsse (6) wenigstens einen ersten Einlassanschluss (8) und wenigstens einen ersten Auslassanschluss (9) und die zweiten Mediumanschlüsse (7) einen zweiten Einlassanschluss (10) und einen zweiten Auslassanschluss (11) aufweisen.
- Haustechnikgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine erste Einlassanschluss (8) an einem strömungstechnisch an die Wärmequelle (3) angeschlossenen Einlassverteiler (12) und der wenigstens eine erste Auslassanschluss (9) an einem strömungstechnisch an die Wärmequelle (3) angeschlossenen Auslassverteiler (13) vorliegt.
- Haustechnikgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmequelle (3) einen Mediumeinlass (18) und einen Mediumauslass (19) aufweist, wobei an den Mediumeinlass (18) und an den Mediumauslass (19) die erste Strömungsverbindung (14) und die zweite Strömungsverbindung (17) strömungstechnisch parallel zueinander angeschlossen sind.
- Haustechnikgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der ersten Strömungsverbindung (14) und in der zweiten Strömungsverbindung (17) eine gemeinsame Umwälzpumpe vorliegt und sie über ein Schaltventil an die Wärmequelle (3) strömungstechnisch angeschlossen sind, oder dass in der ersten Strömungsverbindung (14) eine erste Umwälzpumpe (15) und in der zweiten Strömungsverbindung (17) eine zweite Umwälzpumpe (20) vorliegt.
- Haustechnikgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmequelle (3), die erste Strömungsverbindung (14) und die zweite Strömungsverbindung (17) sowie die ersten Mediumanschlüsse (6) und die zweiten Mediumanschlüsse (7) an und/oder in einem gemeinsamen Gerätegehäuse (2) des Haustechnikgeräts (1) angeordnet sind.
- Haustechnikgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Wärmeträgermedium in einem Heizungskreislauf (21) vorliegt, der die Wärmequelle (3) die ersten Mediumanschlüsse (6) und den Wärmeübertrager (16) enthält.
- Verfahren zum Montieren eines Haustechnikgeräts (1) für ein Gebäude, insbesondere eines Haustechnikgeräts (1) nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Haustechnikgerät (1) über eine direktelektrische Wärmequelle (3) zum Beheizen des Gebäudes verfügt, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmequelle (3) zum Bereitstellen eines ersten Wärmeträgermediums bei einer ersten Temperatur strömungstechnisch an erste Mediumanschlüsse (6) des Haustechnikgeräts (1) und zum Bereitstellen eines von dem ersten Wärmeträgermedium verschiedenen zweiten Wärmeträgermediums bei einer zweiten Temperatur über einen Wärmeübertrager (16) kalorisch an eine zweite Mediumanschlüsse (7) des Haustechnikgeräts (1) miteinander verbindende Strömungsverbindung angeschlossen wird.
- Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein erstes Gerätemodul, welches ein Gerätegehäuse (2) des Haustechnikgeräts (1) sowie einen einen der ersten Mediumanschlüsse (6) aufweisenden Einlassverteiler (12) und einen einen weiteren der ersten Mediumanschlüsse (6) aufweisenden Auslassverteiler (13) aufweist, bereitgestellt und nachfolgend ein zweites Gerätemodul, welches die Wärmequelle (3) und den Wärmetauscher (16) aufweist, in das Gerätegehäuse (2) eingesetzt wird.
- Verfahren zum Betreiben eines Haustechnikgeräts (1) für ein Gebäude, insbesondere eines Haustechnikgeräts (1) nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Haustechnikgerät (1) über eine direktelektrische Wärmequelle (3) zum Beheizen des Gebäudes verfügt, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmequelle (3) zum Bereitstellen eines ersten Wärmeträgermediums bei einer ersten Temperatur strömungstechnisch an erste Mediumanschlüsse (6) des Haustechnikgeräts (1) und zum Bereitstellen eines von dem ersten Wärmeträgermedium verschiedenen zweiten Wärmeträgermediums bei einer zweiten Temperatur über einen Wärmeübertrager (16) kalorisch an eine zweite Mediumanschlüsse (7) des Haustechnikgeräts (1) miteinander verbindende Strömungsverbindung angeschlossen ist, wobei die Wärmequelle (3) zumindest zeitweise zum Erwärmen des ersten Wärmeträgermediums mit einer ersten Heizleistung und zumindest zeitweise zum Erwärmen des zweiten Wärmeträgermediums mit einer zweiten Heizleistung betrieben wird.
- Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Wärmeträgermedium zeitweise mit einem ersten Mediumdurchsatz zwischen den ersten Mediumanschlüssen (6) gefördert und zeitweise mit einem zweiten Mediumdurchsatz dem Wärmeübertrager (16) zum Erwärmen des zweiten Wärmeträgermediums zugeführt wird.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass während eines Förderns des ersten Wärmeträgermediums zwischen den ersten Mediumanschlüssen (6) der zweite Mediumdurchsatz auf null und während eines Bereitstellens des zweiten Wärmeträgermediums der erste Mediumdurchsatz auf null eingestellt wird.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Isttemperatur des ersten Wärmeträgermediums während des Förderns des ersten Wärmeträgermediums zwischen den ersten Mediumanschlüssen (6) auf eine vorgegebene erste Solltemperatur und während des Bereitstellens des zweiten Wärmeträgermediums auf eine vorgegebene zweite Solltemperatur eingestellt wird.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Anschluss an das Bereitstellen des zweiten Wärmeträgermediums das erste Wärmeträgermedium mit einer die erste Solltemperatur übersteigenden Isttemperatur durch die ersten Mediumanschlüsse (6) gefördert wird, und/oder dass die Wärmequelle bei einem Überschuss an elektrischer Energie betrieben und das erste Wärmeträgermedium mit einer die erste Solltemperatur übersteigenden Isttemperatur durch die ersten Mediumanschlüsse (6) gefördert wird.
Description
Die Erfindung betrifft ein Haustechnikgerät für ein Gebäude, mit einer direktelektrischen Wärmequelle zum Beheizen des Gebäudes. Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zum Montieren eines Haustechnikgeräts für ein Gebäude sowie ein Verfahren zum Betreiben eines Haustechnikgeräts für ein Gebäude. Aus dem Stand der Technik ist beispielsweise die Druckschrift DE 10 2021 133 807 A1 bekannt. Diese beschreibt ein Haustechniksystem, insbesondere eine Wohnungsstation, mit einem Primäranschluss mit einem Vorlaufanschluss, wobei an dem Vorlaufanschluss eine Abzweigung vor einem ersten Ventil vorgesehen ist, wobei ein Heizungsvorlauf mit dem ersten Ventil gekoppelt ist, und einem Rücklaufanschluss; mit einem Wärmeübertrager, welcher über die Abzweigung mit dem Vorlaufanschluss gekoppelt ist; mit einem Durchlauferhitzer zum Nacherwärmen von Wasser aus dem Vorlaufanschluss; und mit einer Warmwasserleitung als Ausgangsanschluss der Wohnungsstation, wobei die Warmwasserleitung mit dem Durchlauferhitzer gekoppelt ist; und mit einem Temperatursensor in oder an der Warmwasserleitung zum Erfassen der Temperatur des Wassers in der Warmwasserleitung. Weiterhin offenbart die Druckschrift DE 10 2014 225 693 A1 ein Heizsystem zum Beheizen eines Gebäudes und zum Erwärmen von Warmwasser, welches an einer Zapfstelle bereitgestellt wird, umfassend eine Frischwasserzuleitung zum Zuleiten von kaltem Wasser, eine Hauptwärmequelle, einen mit der Hauptwärmequelle verbundenen Wärmespeicher und eine Zusatzwärmequelle, wobei die Hauptwärmequelle zum Beheizen des Gebäudes und/oder zum Erwärmen des Wärmespeichers vorgesehen ist, wobei der Wärmespeicher Warmwasser oder aber ein erwärmtes Wärmeträgermedium zur Erwärmung des Warmwasserspeichers speichert, und wobei die Zusatzwärmequelle zum Erwärmen des Warmwassers vorgesehen ist. Dabei ist vorgesehen, dass das Warmwasser vom Wärmespeicher kommend über eine zweite Ablaufleitung geführt wird, dass das Warmwasser von der Zusatzwärmequelle über eine zweite Ablaufleitung mit einem zweiten Ventil geführt wird, wobei die erste Ablaufleitung und die zweite Ablaufleitung an einem Knotenpunkt zusammengeführt werden, von wo aus eine Warmwasserleitung das Warmwasser zur Zapfstelle führt. Weiteren Stand der Technik offenbaren die Druckschriften EP 3 015 786 A1, WO 2020/016489 A1 und WO 2024/023513 A1. Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Haustechnikgerät für ein Gebäude vorzuschlagen, welches gegenüber bekannten Haustechnikgeräten Vorteile aufweist, insbesondere für die Bereitstellung sowohl von Heizungswasser als auch von Warmwasser dient und äußerst kompakt sowie rasch und einfach zu installieren ist. Dies wird mit einem Haustechnikgerät für ein Gebäude mit den Merkmalen des Anspruchs 1 erreicht. Dabei ist vorgesehen, dass die Wärmequelle zum Bereitstellen eines ersten Wärmeträgermediums bei einer ersten Temperatur strömungstechnisch an erste Mediumanschlüsse des Haustechnikgeräts und zum Bereitstellen eines von dem ersten Wärmeträgermedium verschiedenen zweiten Wärmeträgermediums bei einer zweiten Temperatur über einen Wärmeübertrager kalorisch an eine zweite Mediumanschlüsse des Haustechnikgeräts miteinander verbindende Strömungsverbindung angeschlossen ist. Vorteilhafte Ausgestaltungen mit zweckmäßigen Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben. Es wird darauf hingewiesen, dass die in der Beschreibung erläuterten Ausführungsbeispiele nicht beschränkend sind; vielmehr sind beliebige Variationen der in der Beschreibung, den Ansprüchen sowie den Figuren offenbarten Merkmale realisierbar. Das Haustechnikgerät ist zur Installation an oder in dem Gebäude vorgesehen und ausgestaltet. Es kann folglich einen Bestandteil des Gebäudes bilden, jedoch selbstverständlich auch separat von dem Gebäude vorliegen, insbesondere bis zu seiner Montage an oder in dem Gebäude. Das Haustechnikgerät verfügt über die direktelektrische Wärmequelle, welche zumindest zeitweise mit elektrischem Strom betrieben wird, um das Gebäude zu beheizen. Beispielsweise ist die Wärmequelle die die einzige Wärmequelle des Haustechnikgeräts. Alternativ verfügt das Haustechnikgerät über mehrere Wärmequellen, wobei zumindest eine dieser Wärmequellen als direktelektrische Wärmequelle ausgestaltet ist. Besonders bevorzugt weist das Haustechnikgerät ausschließlich direktelektrische Wärmequellen auf. Unter der direktelektrischen Wärmequelle ist eine elektrisch betriebene Wärmequelle zu verstehen, bei welche elektrische Energie in Wärme umgewandelt und unmittelbar dem Wärmeträgermedium, insbesondere dem ersten Wärmeträgermedium zugeführt wird. Bevorzugt liegt die Wärmequelle in Gestalt eines elektrischen Durchlauferhitzers vor. Der Durchlauferhitzer weist zum Beispiel einen Rohrheizkörper auf, der elektrisch beheizt und zumindest zeitweise von dem ersten Wärmeträgermedium durchströmt wird. Alternativ ist der Durchlauferhitzer ein Blankdraht-Durchlauferhitzer, bei welchem wenigstens ein mit elektrischer Energie beaufsch