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EP-4737830-A1 - DRYER FOR A TEXTILE MATERIAL WEB

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Abstract

Die Erfindung betrifft einen Trockner (1) für eine textile Warenbahn (5), umfassend mindestens zwei vertikal übereinander geordnete Trocknerräume (2 T1 , 2 T2 ), wobei jeder Trocknerraum (2 T1 ; 2 T2 ) eine Trommel (T1; T2) mit beidseitig dazu angeordneten Strömungskanälen (17 T1 , 17 T2 ) aufweist, und dass jeder Trocknerraum (2 T1 ; 2 T2 ) eine separate Zusatzkammer (11 T1 , 11 T2 ) aufweist, die Kanäle (13 T1 , 13 T2 , 15 T1 , 15 T2 ) zur Zufuhr von Frischluft (12 T1 , 12 T2 ) und Ableitung von Abluft (14 T1 , 14 T2 ) aufweist, wobei die Zusatzkammern (11 T1 , 11 T2 ) zwischen einer Stirnseite des zugehörigen Trocknerraums (2 T1 ; 2 T2 ) und einem separaten Heizungs- und Ventilatorraum (24) angeordnet ist. Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Kanäle (13 T1 , 15 T1 ) zur Zufuhr von Frischluft (12 T1 ) und Ableitung von Abluft (14 T1 ) des unteren Trocknerraumes (2 T1 ) am oberen Trocknerraum (2 T2 ) und an der oberen Zusatzkammer (11 T2 ) anliegen. Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zum Trocknen einer textilen Warenbahn.

Inventors

  • Schütt, Philipp
  • Schott, Daniel
  • WEIGERT, THOMAS

Assignees

  • Trützschler Group SE

Dates

Publication Date
20260506
Application Date
20250515

Claims (17)

  1. Trockner (1) für eine textile Warenbahn (5), umfassend mindestens zwei vertikal übereinander geordnete Trocknerräume (2 T1 , 2 T2 ), wobei jeder Trocknerraum (2 T1 ; 2 T2 ) eine Trommel (T1; T2) mit beidseitig dazu angeordneten Strömungskanälen (17 T1 , 17 T2 ) aufweist, und dass jeder Trocknerraum (2 T1 ; 2 T2 ) eine separate Zusatzkammer (11 T1 , 11 T2 ) aufweist, die Kanäle (13 T1 , 13 T2 , 15 T1 , 15 T2 ) zur Zufuhr von Frischluft (12 T1 , 12 T2 ) und Ableitung von Abluft (14 T1 , 14 T2 ) aufweist, wobei die Zusatzkammern (11 T1 , 11 T2 ) zwischen einer Stirnseite des zugehörigen Trocknerraums (2 T1 ; 2 T2 ) und einem separaten Heizungs- und Ventilatorraum (24) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Kanäle (13 T1 , 15 T1 ) zur Zufuhr von Frischluft (12 T1 ) und Ableitung von Abluft (14 T1 ) des unteren Trocknerraumes (2 T1 ) am oberen Trocknerraum (2 T2 ) und an der oberen Zusatzkammer (11 T2 ) anliegen.
  2. Trockner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömungskanäle (17 T1 , 17 T2 ) durch perforierte Siebdecken (4 T1 , 4 T2 ) von den Trommeln (T1, T2) getrennt sind.
  3. Trockner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trommeln (T1, T2) Luftleitzylinder (3 T1 , 3 T2 ) aufweisen, die vorzugsweise einstellbar ausgebildet sind.
  4. Trockner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trocknerräume (2 T1 ; 2 T2 ) bis auf eine Durchtrittöffnung (16) zum Durchführen der Warenbahn (5) vollständig voneinander getrennt sind.
  5. Trockner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an den Heizungs- und Ventilatorräumen (24) Ventilatoren (21) zum Absaugen der Abluft aus den Trocknerräumen (2 T1 ; 2 T2 ) angeordnet sind.
  6. Trockner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb der Heizungs- und Ventilatorräume (24) Mittel zum Erwärmen der Trocknungsluft angeordnet sind.
  7. Trockner nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Erwärmen der Trocknungsluft als Wärmetauscher, Gasbrenner oder als Elektroheizung ausgebildet sind.
  8. Trockner nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Einlass (6) zum Einlaufen der Warenbahn (5), zwei Umlenkwalzen (8.1, 8.2) an einer Durchtrittöffnung (16) zum Führen der Warenbahn (5) von der unteren Trommel (T1) auf die obere Trommel (T2), und einem Auslass (9) zum Abführen der Warenbahn aus dem Trockner.
  9. Verfahren zum Trocknen einer textilen Warenbahn (5), wobei in zwei vertikal übereinander angeordneten Trocknerräumen (2 T1 ; 2 T2 ) mit jeweils einer Trommel (T1; T2) eine separate Strömung erwärmte Trocknungsluft geleitet wird, wobei die Warenbahn (5) zuerst um die untere Trommel (T1) geführt wird, und dann um die obere Trommel (T2) geführt wird, wobei die erwärmte Trocknungsluft die Warenbahn (5) durchströmt und über einen Innenraum der Trommeln (T1, T2) abgeführt wird, wobei Frischluft (12 T1 , 12 T2 ) für jeden Trocknerraum (2 T1 ; 2 T2 ) in einer zugehörigen separaten oberen und unteren Zusatzkammer (11 T1 , 11 T2 ) zugeführt und Abluft (14 T1 , 14 T2 ) über die zugehörige Zusatzkammer (11 T1 , 11 T2 ) abgeführt wird, wobei die Frischluft (12 T1 , 12 T2 ) innerhalb der Zusatzkammern (12 T1 , 12 T2 ) mit der Trocknungsluft gemischt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Frischluft (12 T1 ) für den unteren Trocknerraum (2 T1 ) an der oberen Zusatzkammer (11 T2 ) und dem oberen Trocknerraum (2 T2 ) vorbeigeführt und dadurch vorerwärmt wird.
  10. Verfahren zum Trocknen einer textilen Warenbahn (5) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Abluft (14 T1 ) für den unteren Trocknerraum (2 T1 ) an der oberen Zusatzkammer (11 T2 ) und dem oberen Trocknerraum (2 T2 ) vorbeigeführt wird.
  11. Verfahren zum Trocknen einer textilen Warenbahn (5) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der untere Trocknerraum (2 T1 ) um mindestens 30°, vorzugsweise um mindestens 60° Grad, besonders bevorzugt um mindestens 90° Grad, wärmer betrieben wird als der obere Trocknerraum (2 T2 ).
  12. Verfahren zum Trocknen einer textilen Warenbahn (5) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die erwärmte Trocknungsluft vor dem Durchströmen durch die Trommeln (T1, T2) entlang eines Strömungskanals (17 T1 , 17 T2 ) geführt und mittels perforierter Siebdecken (4 T1 , 4 T2 ) in der Strömungsgeschwindigkeit vergleichmäßigt wird.
  13. Verfahren zum Trocknen einer textilen Warenbahn (5) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Trocknungsintensität der Warenbahn (5) über die Arbeitsbreite durch Luftleitzylinder (3 T1 , 3 T2 ) innerhalb der Trommeln (T1, T2) eingestellt wird.
  14. Verfahren zum Trocknen einer textilen Warenbahn (5) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Warenbahn (5) jede Trommel (T1, T2) um mindestens 280° umschlingt.
  15. Verfahren zum Trocknen einer textilen Warenbahn nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb der Zusatzkammer (11 T1 , 11 T2 ) die Abluft (14 T1 , 14 T2 ) an der Stelle aus der Trocknungsluft abgeführt wird, an der sie das niedrigste Temperatur- bzw. Energieniveau besitzt.
  16. Verfahren zum Trocknen einer textilen Warenbahn nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Frischluft (12 T1 , 12 T2 ) und die Trocknungsluft innerhalb des jeweiligen Heizungs- und Ventilatorraumes (24) erwärmt werden.
  17. Verfahren zum Trocknen einer textilen Warenbahn nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Erwärmung der Frischluft (12 T1 , 12 T2 ) und Trocknungsluft über Wärmetauscher, Gasbrenner und/oder eine Elektroheizung erfolgt.

Description

Die Erfindung betrifft einen Trockner für eine textile Warenbahn nach dem Oberbegriff von Anspruch 1, sowie ein Verfahren zum Trocknen einer textilen Warenbahn. Zur Trocknung von textilen Warenbahnen sind Trockner bekannt, bei denen in einem Gehäuse eine oder mehrere Trommeln angeordnet sind. Über eine Öffnung in der Trocknerkammer wird eine textile Warenbahn dem Trockner zugeführt, indem sie die Trommel zu einem Großteil des Umfanges umschlingt und dann aus der Trocknerkammer wieder abgeführt wird. Üblicherweise wird über diese Öffnung auch die Frischluft zugeführt, die innerhalb der Trocknerkammer erhitzt und mit der Umluft vermischt wird, damit sie einen möglichst hohen Anteil an Feuchtigkeit aufnehmen kann. Bei der Umschlingung der Trommel strömt das Gemisch aus Umluft und Frischluft durch die Warenbahn, nimmt zumindest teilweise die Feuchtigkeit der Warenbahn auf und wird über den Innenraum der Trommel wieder abgeführt. Aus diesem Volumenstrom wird ein Teilvolumenstrom als Abluft abgeführt. Dabei wird die feuchte Abluft über Kanäle oberhalb der Trommeln abgeführt, was aufgrund der rotierenden Trommeln eine aufwendige und teure Abdichtung erfordert und wartungsintensiv ist. Um den Sogeffekt aus der Umgebung des Trockners zu vermeiden, sind nachträglich an der Trocknerkammer Zuführleitungen bzw. Kanäle für Frischluft angebaut worden, die beispielsweise mit einem Wärmetauscher zur Erwärmung der Frischluft gekoppelt werden können. Ein zuvor beschriebener Trockner ist in der DE 102009016019 A1 offenbart. Bei den Trocknern dieser Bauart findet die Luftzirkulation der Frischluft rechtwinklig zur Abzugsrichtung der feuchten Luft statt, also rechtwinklig zur Trommelachse, wodurch die Luftzirkulation innerhalb der Trocknerkammer gestört wird. Ein weiterer Nachteil ist aufgrund von fehlenden Platzverhältnissen der oft aufwändige Umbau, bei dem der Frischluftkanal nicht mit einem Wärmetauscher gekoppelt werden kann. Da die Trockner sehr dicht in einer Reihe von verschiedenen verfahrenstechnischen Aggregaten stehen, die nacheinander die textile Warenbahn behandeln, fehlt oft der Platz, einen Kanal für Frischluft nachträglich zwischen den Aggregaten zu installieren. Die DE 1729499 A1 zeigt einen Trockner, bei dem mehrere Trommeln in Reihe versetzt angeordnet sind, wobei die Trommeln beidseitig von Ventilatoren besaugt werden. Innerhalb des Trockners zwischen den Trommeln und den Ventilatoren ist eine Strömungskammer angeordnet, aus der ein Teil der verbrauchten und mit Feuchtigkeit angereicherten Luft abgezogen wird. Die Anordnung der Trocknertrommeln benötigt in einer Anlage viel Platz, so dass Konvektionstrockner bekannt sind, bei denen die Trocknertrommeln vertikal übereinander angeordnet sind. Es ist Aufgabe der Erfindung einen Trockner für eine textile Warenbahn zu schaffen, der mit einem geringeren Energiebedarf betrieben werden kann. Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe durch die Lehre nach Anspruch 1 und 9; weitere vorteilhafte Ausgestaltungsmerkmale der Erfindung sind durch die Unteransprüche gekennzeichnet. Gemäß der technischen Lehre nach Anspruch 1 umfasst der Trockner für eine textile Warenbahn mindestens zwei vertikal übereinander geordnete Trocknerräume, wobei jeder Trocknerraum eine Trommel mit beidseitig dazu angeordneten Strömungskanälen aufweist. Weiterhin weist jeder Trocknerraum eine separate Zusatzkammer auf, die Kanäle zur Zufuhr von Frischluft und Ableitung von Abluft aufweisen. Dabei sind die Zusatzkammern zwischen einer Stirnseite des zugehörigen Trocknerraums und einem separaten Heizungs- und Ventilatorraum angeordnet. Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Kanäle zur Zufuhr von Frischluft und Ableitung von Abluft des unteren Trocknerraumes am oberen Trocknerraum und an der oberen Zusatzkammer anliegen. Die Frischluft für den unteren Trocknerraum wird durch die Wärmeabfuhr des oberen Trocknerraumes und der oberen Zusatzkammer zusätzlich vorerwärmt und kann dadurch mehr Feuchtigkeit aufnehmen. Gleichzeitig sinkt der Energiebedarf im unteren Trocknerraum. Da der untere Trocknerraum ein höheres Temperaturniveau als der obere Trocknerraum, weist auch die Abluft und die Abwärme aus dem unteren Trocknerraum ein höheres Temperaturniveau auf und erwärmt damit die obere Zusatzkammer und den oberen Trocknerraum. Vorzugsweise sind die Strömungskanäle durch perforierte Siebdecken von den Trommeln getrennt. Damit erfolgt eine Vergleichmäßigung der Luftströmung entlang der Arbeitsbreite der Warenbahn bzw. entlang der Trommellänge. Die Trommeln können Luftleitzylinder aufweisen, die vorzugsweise einstellbar ausgebildet sind. Über die Arbeitsbreite der Warenbahn kann damit die Strömungsintensität eingestellt werden, wodurch insbesondere die Randbereiche der Warenbahn in der Restfeuchte eingestellt werden können. Dadurch, dass die Trocknerräume bis auf eine Durchtrittöffnung zum Durchführen der Warenbahn vollständig voneinander getrennt sind, ergeben sich zwei thermisch autarke Trocknerräum